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Die Bienen fliegen drauf

Öko-Raps Wisch Die Bienen fliegen drauf

Seit sechs Jahren arbeitet Andreas Koch bereits am Projekt Öko-Raps. Inzwischen baut der Bio-Landwirt auf acht Flächen in Wisch insgesamt 30 Hektar an. „Wir sind jetzt dabei, Schilder aufzustellen, die erklären, was auf unseren Feldern wächst“, sagt sein Sohn Ante, der gerade seine Bachelor-Arbeit über Öko-Raps geschrieben hat.

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Lars Schröter betreut 40 Bienenvölker auf den Flächen in Wisch.

Quelle: Thomas Christiansen

Wisch. Bio-Imker Lars Schröter aus Kiel hat lange gesucht, bevor er mit dem Hof Fernwisch einen Partner fand. Bundesweit werde nur auf 3000 Hektar Öko-Raps angebaut, erklärt Ante Koch. In Schleswig-Holstein sind es nicht einmal 100 Hektar, in der Probstei ist der Hof Fernwisch damit einzigartig. „Bio-Imker freuen sich, wenn sie nicht gespritzten Raps finden“, sagt Andreas Koch. Das kann Schröter bestätigen. Vor drei Jahren hat der Biologe zunächst im Nebenerwerb als Imker angefangen: „Ich bin noch im Aufbau.“ Inzwischen hat er 70 Bienenvölker, allein 40 davon auf den Flächen in Wisch.

 Ante Koch nennt die Lage sehr günstig, weil andere Rapsflächen so weit entfernt seien, dass die Bienen kaum dahin abwanderten. Wo immer sie dies tun, besteht die Gefahr, dass der Honig am Ende kein Bio-Honig mehr ist.

 Grundsätzlich sei das Ostsee-Klima sehr positiv für den Rapsanbau, sagt Ante Koch, der an der Universität Kassel – der bundesweit einzigen Universität mit dem Studiengang Ökologischer Landbau – seine Abschlussarbeit über die besonderen Herausforderungen beim Anbau von Öko-Raps geschrieben hat. Studiert hat er zusammen mit Malte Ellekotten aus Bochum – beide sind jetzt auf Hof Fernwisch angestellt.

 „Mit den neuen Schildern wollen wir Radfahrer und Spaziergänger darüber informieren, was auf den Feldern wächst und wie sie bewirtschaftet werden“, sagt Ellekotten. Für Andreas Koch ist der Raps eine gute Ergänzung seines Betriebes: „Dem Öko-Landbau fehlen Kulturen, die die Bodenqualität aufbauen. Raps sorgt für eine höhere Stabilität der Erträge in der Fruchtfolge.“ Die vielfältige Fruchtfolge schaffe viele Vorteile, betont Ante Koch: „Wir bieten Insekten eine Nahrungsgrundlage.“ Wichtig beim Raps-Anbau sei es, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass der Raps sich gegen Schädlinge behaupten kann, erklärt Andreas Koch.

 „Ich komme aus der konventionellen Ausbildung“, sagt er. Doch seit 1991 hat er auf ökologische Landwirtschaft umgestellt. Auf Hof Fernwisch werden Ackerbohnen, Dinkel, Hafer, Sommer- und Winterweizen sowie Kleegras angebaut. Außerdem hält der Betrieb 250 Rinder, 50 Schafe und 15 Galloways. Ab Ende Juni wird es den Wischer Öko-Honig nicht nur in Kiel, sondern auch direkt beim Hof geben. Und langfristig möchte Koch auch Rapsöl gewinnen: „Das ist noch eine Zukunftsidee.“

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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