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Offener Tempel zum Kathina-Fest

Schwentinental Offener Tempel zum Kathina-Fest

Im Wasserwerksweg in Schwentinental sind die buddhistischen Mönche in ihren ockerfarbenen Gewändern inzwischen ein vertrauter Anblick. Die vier Männer werden vor allem von Thailändern aus der Region unterstützt. Am Sonnabend, 7. November, laden sie zum Kathina-Fest ab 10 Uhr in ihr Haus ein.

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Phra Kitisak Kophalrat ist das örtliche Oberhaupt der buddhistischen Mönche in Schwentinental.

Quelle: Andrea Seliger

Schwentinental. Von außen sieht das Haus des „Tiger Temple“ recht gewöhnlich aus, sieht man von den Fähnchen ab, die gerade mit Blick auf das Fest aufgehängt wurden. Innen ist das anders: Eine umfangreiche Sammlung von Buddha-Statuen schmückt den Raum im Erdgeschoss, in dem meditiert und auch gegessen wird. Für größere Versammlungen wie das Fest am kommenden Sonnabend wurde außerdem hinter dem Haus eine neue Halle gebaut.

 Wie es zu dem Tempel in Schwentinental kam, berichtet Kingchan Souphannavong, der das kleine Kloster in organisatorischen Fragen unterstützt: Das Oberhaupt dieser buddhistischen Richtung, das in Österreich lebt, sei einmal zur Kieler Woche gekommen. „Die Thailänder aus der Region haben ihn gebeten, auch hier einen Tempel aufzumachen.“ Seit knapp drei Jahren leben die vier Männer aus Thailand nun im Wasserwerksweg. „Alles okay, nur das Wetter...“ sagt Phra Kitisak Kophalrat, das örtliche Oberhaupt, und lächelt.

 Die in Schwentinental lebenden Thai-Mönche entstammen der Waldtradition, die asketisch orientiert ist. „Man kann sich dann besser auf die Meditation konzentrieren“, übersetzt Souphannavong die Erklärung. Die Regeln verpflichten die Männer zu Demut und Passivität. So wird nur einmal am Tag, vormittags, gegessen – und zwar das, was die Besucher, oft Thailänderinnen aus der Region, vorbeibringen und zubereiten. Dafür ist das Haus stets offen für Gäste, die an Meditationen teilnehmen wollen, täglich ab 18 Uhr, aber auch zu anderen Zeiten. „Jeder kann kommen, unabhängig von seiner Nationalität“, so der Mönch. Noch sind seine Deutschkenntnisse gering, für Meditationsanfänger stehen aber auch CDs auf Deutsch und Englisch zur Verfügung. Außerdem haben sich bereits verschiedene Gruppen mit Interesse an Meditation gebildet. Der Unterhalt des Hauses finanziert sich aus Spenden.

 Wer im Buddhismus Mönch werden will, muss sich nicht unbedingt sein Leben lang verpflichten: Viele junge Männer würden für eine begrenzte Zeit ins Kloster gehen, beispielsweise vor dem Eintritt in die Armee oder vor der Hochzeit, übersetzt Souphannavong. Auch Phra Kitisak Kophalrat (38) hatte zunächst nur an einen kürzeren Aufenthalt gedacht. „Er hat seinen Frieden im Herzen gefunden“, übersetzt Souphannavong. Inzwischen lebt er seit 18 Jahren im Kloster.

 Zum Kathina-Fest am Sonnabend erhält der Tempel Besuch von seinem Oberhaupt Phra Phoosit Thiamsin. Das Ritual beinhaltet unter anderem die Übergabe neuer Roben.

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