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Preetz will behindertengerechter werden

Ortsbesichtigung in der Innenstadt Preetz will behindertengerechter werden

Für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl ist der Marktplatz in Preetz eine besondere Herausforderung. Immer wieder klagen vor allem ältere Menschen über das holperige Pflaster. Im Ausschuss für Hoch- und Tiefbau wurden nach einer Ortsbesichtigung mögliche Lösungen beraten.

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Der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau beriet vor Ort mit Ingenieur Arnd Hinz (Mitte) und Behindertenberater Hans-Jürgen Biastoch (links) mögliche Maßnahmen, um den Marktplatz behindertengerechter zu gestalten.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „Eine Innenstadt voller Barrieren“ – so hatte der Preetzer Behindertenberater Hans-Jürgen Biastoch, der selbst im Rollstuhl sitzt, schon mehrfach über das Granitpflaster aus China geklagt. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen würden eher den Umweg um den Marktplatz in Kauf nehmen, als ihn direkt zu überqueren. Nun trafen sich die Ausschussmitglieder mit Ingenieur Arnd Hinz vor Ort.

Bei Arko könnte eine 2,60 Meter breite Querung mit Klinkersteinen über die Kirchenstraße entstehen, erläuterte Hinz. Zusätzlich sollen Rillensteine für Sehbehinderte eingesetzt werden. In der gleichen Breite könnte auch ein Weg über die untere Bahnhofstraße gebaut werden. Problematischer sei es, das Pflaster auf dem Behindertenparkplatz vor der Volksbank anders zu gestalten. Er schlug deshalb vor, ihn in die Bahnhofstraße auf den jetzigen ersten Taxi-Platz zu verlegen und dort einen zweiten Behindertenstellplatz zu schaffen. Dafür könnten zukünftig zwei Taxis auf dem Marktplatz auf Kundschaft warten.

Weitere Stolpersteine sind die kleinen Flächen zwischen den Klinkersteinwegen, die als optisches Gestaltungselement parallel zu den Häusern verlegt wurden. „Der Klinkerstein lässt sich besser befahren als das Granitkleinpflaster“, so Hinz. Man könnte die Pflasterfugen mit Epoxitharzmörtel auffüllen, um so die Oberfläche etwas glatter zu machen. Dort auch Klinkersteine zu legen, sei problematisch, weil man nicht mehr die gleiche Farbe bekomme. Dies gelte auch für die gelben und rot-bunten Steine im Bereich am Garnkorb. Dazu hatte er eine Auswahl anderer Steine mitgebracht.

Die größte Herausforderung sei jedoch eine direkte Überquerung aus Richtung Langebrückstraße. Es bleibe nur die Möglichkeit eines Klinkerbands, betonte er, da Epoxitharz die Verkehrsbelastung durch Marktbeschicker und Anlieferverkehr nicht aushalte. Wasserdurchlässige neben -undurchlässigen Fugen würde irgendwann das Pflaster kaputt machen. „Ich finde das Klinkerband auch relativ gewaltig“, gab er nach Kritik aus dem Ausschuss zu. Er schlug außerdem eine „Nachverfugung“ mit Edelsplitt auf dem Markt vor, um große Lücken zwischen den Steinen zu schließen. Nachteil: Die Mitarbeiter des Kommunalbetriebs müssten ein halbes Jahr per Hand fegen. Die Kosten für alle Maßnahmen schätzte er auf rund 100000 Euro.

Die Lösungsvorschläge werden nun in den Fraktionen beraten und sollen in der Sitzung des Ausschusses am Mittwoch, 20. Juli, wieder auf die Tagesordnung kommen.

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Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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