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Amtsausschuss befürwortet Pläne

Ortsbus Amtsausschuss befürwortet Pläne

„Einen Glücksfall“ nennt Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth den Antrag der Vineta Busbetriebsgesellschaft für eine Ringlinie in Schrevenborn. Die Kosten würde das Unternehmen tragen. Der Amtsausschuss befürwortete das Konzept einstimmig. Zuständig ist aber der Kreis – von dort wird Gegenwind befürchtet.

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Zwar ist Mönkebergs Zentrum gut an Kiel und Heikendorf angebunden, aber durch das Oberdorf mit dem Neubaugebiet, Richtung Schönkirchen, fährt der Bus nur selten. Auch zum Fähranleger gibt es keine Verbindung.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Schon lange gibt es in Schrevenborn den Wunsch nach besseren Busverbindungen – insbesondere zu den Fähranlegern und zwischen den Amtsgemeinden. Untermauert wird dies nun durch die Ergebnisse der Umfrage, die Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp dem Ausschuss vorstellte. „Das Fazit ist: Ein Ortsbus Schrevenborn macht Sinn“, so Hehenkamp.

 Die Umsetzung könnte schneller gehen als erwartet, denn, wie berichtet, hat die Vineta Busbetriebsgesellschaft die Konzession für eine Ringlinie durch die Amtsgemeinden beantragt, die auch die Fähranleger anbinden würde. Geschäftsführer Jürgen Ubben stellte das Projekt dem Amtsausschuss vor. Ebenfalls beantragt ist eine Schnellbuslinie von Heikendorf zum Kieler Hauptbahnhof. Das Unternehmen will die Linien auf eigene Kosten betreiben.

 Zwar gab es aus dem Kreis des Amtsausschusses einige Nachfragen: „Warum fahren Sie nicht am Wochenende?“, so Schönkirchens Bürgermeister Peter Zimprich – die Umfrage habe gezeigt, dass viele den Bus auch gerne in ihrer Freizeit nutzen würden. „Kaufmännische Vorsicht“, erklärte Ubben. Hildegard Mersmann (Mönkeberg), die die Sitzung leitete, verwies auch darauf, dass einige neue Bushaltestellen gebaut werden müssten. Das ließe sich anfangs aber auch mit provisorischen Mitteln machen, so Karl Scharpf (Heikendorf).

 Grundsätzlich waren sich jedoch alle einig, dass insbesondere die Ortsbuslinie „das ist, was wir brauchen“, so Orth. Das Problem: Zuständig für den ÖPNV ist nicht das Amt, sondern der Kreis. Der wurde auch um Stellungnahme im Genehmigungsverfahren gebeten, das von der Straßenverkehrsbehörde Kiel durchgeführt wird. Der Kreis ist jedoch mehrheitlich beteiligt an den Verkehrsbetrieben Kreis Plön (VKP) und damit direkter Konkurrent von Vineta.

 „Wenn das aus irgendeinem Grund abschlägig beschieden wird, muss man uns eine Alternative anbieten“, meinte Thomas Rulle (Schönkirchen). „Wenn jemand etwas dagegen hat, soll er selbst einen Antrag auf einen Ortsbus stellen“, so Olaf Bastian (Schönkirchen). Der Ausschuss wünschte außerdem, zum Thema angehört zu werden.

 Auch der Verein FördeFördern begrüßte das Konzept. Bisher habe die VKP diese dringend notwendige Verbindung immer mit Hinweis auf hohe Zuschüsse abgelehnt, so der Vorsitzende Michael Henry. Deshalb sei überraschend, dass Vineta anbiete, die Linie eigenwirtschaftlich zu betreiben.

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Amt Schrevenborn
Foto: Einen 19-Sitzer-Bus würde die Kieler Vineta Busbetriebsgesellschaft, wie hier in Schwentinental,  auch auf der Ortsbuslinie Heikendorf-Schönkirchen-Mönkeberg einsetzen.

Die Ortsbus-Diskussion in Schrevenborn nimmt jetzt richtig Fahrt auf. Von der Kieler Busbetriebsgesellschaft Vineta liegt der Stadt Kiel ein Konzessionsantrag für gleich zwei neue Linienverkehre vor. Diese Linien werden am Dienstag, 14. März, 19 Uhr, im Ratssaal Thema im Amtsausschuss sein.

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