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Nun wird eine Alternative gesucht

Ortsbus durch das Amt Schrevenborn Nun wird eine Alternative gesucht

Die Stadt Kiel hat die von der Vineta Busbetriebsgesellschaft beantragte Ringlinie durch das Amt Schrevenborn nicht genehmigt. Das teilte die Pressestelle auf Anfrage mit. Die drei Bürgermeister reagierten mit Bedauern, hoffen aber nun auf eine Lösung mit der VKP.

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Das Mönkeberger Oberdorf bleibt erst einmal weiter auf den seltenen Einsatz der Linie 119 angewiesen – die Kieler Behörde hat die von Vineta beantragte Ringbuslinie abgelehnt. Die Schrevenborner Bürgermeister hoffen nun auf ein Angebot der VKP.

Quelle: Andrea Seliger

Kiel/Schrevenborn. Die Ringlinie hätte die drei amtsangehörigen Gemeinden Heikendorf, Schönkirchen und Mönkeberg besser miteinander verbinden sollen und wäre auch zu den Fähranlegern gefahren. Eine solche Möglichkeit wünschen sich die Bürger schon lange, bisherige Verhandlungen mit der Verkehrsbetriebe Kreis Plön GmbH (VKP) waren immer an den Kosten gescheitert. Die Vineta wollte die Linie eigenwirtschaftlich betreiben, also ohne öffentlichen Zuschuss. Das Amt hatte sich deshalb für den Antrag ausgesprochen. Kritik hatte es vom Kreis Plön gegeben, der unter anderem daran zweifelte, dass eine solche Linie eigenwirtschaftlich zu betreiben sei.

Die konkreten Gründe für die Absage darf die Kieler Genehmigungsbehörde nicht nennen. Sie verweist aber auf die Kriterien, nach denen der Antrag zu prüfen war. So darf unter anderem einem bestehenden Angebot keine Konkurrenz gemacht werden. „Nach der Rechtsprechung ist eine Linienverkehrsgenehmigung auch zu versagen, wenn Zweifel bestehen, dass der betreffende Linienverkehr nicht über den gesamten Genehmigungszeitraum von zehn Jahren eigenwirtschaftlich betrieben werden kann“, heißt es in der Erklärung. „Ich finde das schade – es gibt wirklich Versorgungsengpässe im inneramtlichen Verkehr“, sagt Heikendorfs Bürgermeister Alexander Orth zu der Entscheidung. Sein Schönkirchener Amtskollege Peter Zimprich meint: „Ich bin enttäuscht“, und auch Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze, der insbesondere das Oberdorf gerne besser angebunden sähe, hätte sich ein anderes Ergebnis gewünscht.

An einer Alternative wird bereits gearbeitet: „Uns ist egal, wer es macht, Hauptsache, es geht los“, fasst Amtsvorsteher Eckhard Jensen zusammen. Der Wirtschaftsausschuss des Kreises hat die VKP mit der Erstellung eines Konzepts für Schrevenborn beauftragt, erste Gespräche sind gelaufen. „Es gibt einen Vorschlag zur Streckenführung, der befindet sich in einem Abstimmungsprozess“, berichtet Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp. „Die Frage ist: Macht der Kreis auch den zweiten Schritt und sagt: ,Ich bezahle das?’“, so Alexander Orth. Sorgen macht den Bürgermeistern aber auch, dass auf die Ablehnung ein langer Rechtsstreit folgen könne. Dann wäre die Entwicklung blockiert. Eine Stellungnahme von Vineta-Geschäftsführer Jürgen Ubben war am Dienstag noch nicht zu bekommen.

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