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Klares Ja vom Amt

Ortsbus für Schrevenborn Klares Ja vom Amt

Der Haupt-, Finanz und Werkausschuss des Amts Schrevenborn empfiehlt einstimmig, den Antrag der Vineta Busgesellschaft auf Betrieb eines Ortsbusses zu genehmigen. „Das bestehende Angebot trägt der tatsächlichen Nachfrage nur unzureichend Rechnung“, heißt es in der Stellungnahme.

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Einen solchen 19-Sitzer-Bus würde die Vineta Busbetriebsgesellschaft in Gemeinden des Amtes Schrevenborn einsetzen.

Quelle: Christoph Kuhl

Heikendorf.  Der Text war bereits vorab mit den Beteiligten abgestimmt worden, um die Anhörungsfristen der Genehmigungsbehörde, der Straßenverkehrsbehörde in Kiel, einzuhalten. „Der beantragte Linienverkehr ,Ortsbus Schrevenborn’ wird befürwortet, da er grundsätzlich dem Bedarf eines amtsinternen Querverkehrs entspricht“, heißt es darin außerdem, und „die zeitnahe Einrichtung des beantragten Linienverkehrs liegt im öffentlichen Verkehrsinteresse“.

 „Uns ist bewusst, dass das nur ein erster Aufschlag ist“, sagte der Ausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl (Heikendorf) und bezog sich damit auf die Kritik, unter anderem vom Verein Fördefördern, am vorgesehenen Fahrplan: Am Wochenende macht der Bus Pause, und die Zeiten sind auch nicht auf den (über das Jahr wechselnden) Schiffsbetrieb abgestimmt. Dafür will die Vineta das Angebot eigenwirtschaftlich, also ohne öffentliche Zuschüsse betreiben.

 Auch der Kreis Plön, zuständig für den öffentlichen Nahverkehr, war um Stellungnahme gebeten worden. Bei den Mitgliedern des Ausschusses sorgte das Vorgehen Plöns allerdings für Verwunderung: Der zuständige Sachbearbeiter der Verwaltung hatte sich gegenüber der Genehmigungsbehörde gegen das Vorhaben ausgesprochen. Der Kreis-Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Tourismus, der danach tagte, hatte dagegen durchaus die Notwendigkeit einer Verbesserung gesehen – wenn auch lieber von der VKP betrieben und noch besser auf den Bedarf abgestimmt. Olaf Bastian (Schönkirchen) warf dem Kreis deshalb „Schizophrenie“ vor.

 Amtsvorsteher Eckhard Jensen (Schönkirchen) äußerte die Befürchtung, dass diese Vorgehensweise letztlich dazu führe, dass der Ortsbus gar nicht komme. „Uns ist egal, wer fährt – entscheidend ist, dass bald gefahren wird“, meinte Pohl. Fragwürdig sei, dass die VKP erst „aus dem Sessel kommt, wenn ein anderer den Antrag stellt“. Auch Mönkebergs Bürgermeister Jens Heinze erinnerte an die vergeblichen Versuche, bei der VKP bessere Verbindungen zu erreichen. Für ihn ist allerdings wichtig, dass es die Gemeinde kein Geld kostet: „Das haben wir in Mönkeberg nicht.“

 Fachleute des Kreises bezweifeln, dass Vineta das Angebot tatsächlich eigenwirtschaftlich betreiben kann. Dies zu prüfen, ist allerdings nicht Sache der betroffenen Gemeinden. Amtsdirektor Ulrich Hehenkamp berichtete aber, dass sich die Genehmigungsbehörde damit befassen werde – wie es auch der Wunsch des Amtes war. Am Donnerstag, 19. Mai, entscheidet der Amtsausschuss.

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