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Heikendorf will Sky-Markt halten

Ortsmitte Heikendorf will Sky-Markt halten

In Sachen Ortsmitte schlug der Bauausschuss Heikendorf am Montagabend erste Pflöcke ein. Die Mehrzweckhalle soll bleiben. Für die weitere Planung will er jedoch eine Absichtserklärung von Coop über die Zukunft des Sky-Marktes am Schmiedeplatz: Geht Sky, soll ein anderer Markt auf das heutige Schulgelände.

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Bleibt Sky langfristig oder verschwindet der Supermarkt bald aus dem kleinen Einkaufszentrum in Heikendorf? Darüber hätten die Ortspolitiker gerne Klarheit, um weiter planen zu können.

Quelle: Andrea Seliger

Heikendorf. Zu diesem Thema hatte es vor einigen Wochen bereits einen Workshop gegeben, bei dem sich die Ortspolitiker damit befasst hatten, was nach dem Abriss der alten Schule auf dem frei werdenden Gelände entstehen soll. Auch mögliche Investoren hatten sich dort vorgestellt. Der HGV hatte anschließend bemängelt, dass der Blick allein auf das Schulgelände zu eng sei und der Schmiedeplatz mit einbezogen werden müsse. „Es war aus dem Hinterkopf verschwunden, dass wir eigentlich den Schmiedeplatz stärken wollen“, gab der Ausschussvorsitzende Hans-Herbert Pohl zu.

 Konkret geht es dabei um die Frage, wo im Zentrum künftig ein Supermarkt mit vollem Sortiment stehen wird – und was für einer. In der Nachbetrachtung des Workshops herrschte Einigkeit, dass man am liebsten Sky am Schmiedeplatz behalten würde, denn der Markt verschafft auch den umliegenden Geschäften Publikum. Bisher hieß es allerdings immer, dass der Laden dort aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse keine Zukunft habe. Als Alternative käme ein Markt auf dem frei werdenden Schulgelände in Frage.

 „Wenn Coop sagt, wir bleiben am Schmiedeplatz, dann würden wir keinen weiteren Markt zulassen“, so der Vorschlag von Bürgermeister Alexander Orth. Einstimmig mit zwei Enthaltungen wurde er ermächtigt, Gespräche mit Coop aufzunehmen. Im Beschluss ist aber auch die Alternative festgehalten, falls Coop sich nicht zu einer langfristigen Zusage durchringen kann: Dann soll ein Vollversorger „mit gehobenem Sortiment“ auf das Schulgelände – also nicht einfach ein größerer Sky, sondern beispielsweise der Schlemmer-Markt. Diese klare Aussage war dem Bürgermeister wichtig gewesen.

 Uneins waren sich die Ausschussmitglieder noch in der Frage, wie weiter mit Lidl zu verfahren sei. Der Discounter könnte sich auch einen großen Markt auf dem heutigen Schulgelände vorstellen, was im Workshop aber nicht auf Zustimmung gestoßen war. Lidl könnte auf dem bereits erworbenen ehemaligen Gärtnereigrundstück bauen, hieß es da. Ein Beschlussvorschlag mit unterschiedlichen Optionen, abhängig davon, ob am Schulredder nun ein neuer Vollversorger gebaut wird oder nicht, fand keine Zustimmung.

 Auf Anregung von Gunnar Schulz (FDP) soll das Thema auch in der Gemeindevertretung beraten werden.

 Mittel für die weitere Planung seiner Ortsmitte bekommt Heikendorf aus dem Städtebauförderungsprogramm. 50 000 Euro Eigenanteil muss die Gemeinde dafür in diesem Jahr aufbringen, dieselbe Summe kommt jeweils von Land und Bund. Einstimmig bei drei Enthaltungen wurde beschlossen, den Auftrag für die vorbereitende Untersuchung auszuschreiben. Dabei soll das gesamte Zentrum in den Blick genommen werden. Auch ein Verkehrsgutachten soll erstellt und das Einzelhandelsgutachten aktualisiert werden.

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