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Autofahrer, hier ist die nächste Baustelle

Panker Autofahrer, hier ist die nächste Baustelle

Die Straßenbauer rücken Anfang nächster Woche von ihrer Großbaustelle zwischen Lütjenburg und Hohenfelde ab. Doch Autofahrer können sich schon auf die nächsten Behinderungen auf der Strecke einstellen. Die Gemeinde Panker muss die Abwasser- und Regenwasserkanäle in Darry erneuern.

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Bürgermeister Ewald Schöning vor der Ortsdurchfahrt in Darry. Die Hauptstraße verwandelt sich ab Oktober in eine große Baustelle. Autofahrer müssen mit monatelangen Behinderungen rechnen.

Quelle: Hans-Jürgen Schekahn

Panker. Bürgermeister Ewald Schöning rechnet damit, dass die Bauarbeiten an der Hauptstraße im Oktober beginnen. Die Ortsdurchfahrt ist 950 Meter lang. Die auszuwechselnden Rohre liegen in einer Tiefe von teilweise über vier Metern. Es sind weniger die Hauptleitungen, die der Gemeinde Sorgen bereiten, sondern die Hausanschlüsse. Sie sind teilweise über 60 Jahre alt. Entsprechend schlecht ist ihr Zustand und groß der Handlungsbedarf.

Schöning geht davon aus, dass angesichts des Umfangs der Erdarbeiten die Strecke zumindest zeitweilig voll gesperrt werden muss. Ansonsten regeln transportable Ampeln den Verkehr an der Baustelle. Auch die Anlieger müssen in Kauf nehmen, mit ihren Autos auf fremde Parkplätze auszuweichen, wenn die Auffahrten zu ihren Grundstücken blockiert sind. Wie lange die Arbeiten andauern, kann noch niemand sagen. Es dürften einige Monate sein. Ein strenger Winter würde sie noch weiter hinauszögern und die Ortsdurchfahrt Darry zu einer kleinen Dauerbaustelle machen.

Zudem wird es teuer. Schöning schätzt die Kosten für die Erneuerung der gemeindeeigenen Regenleitungen auf 560000 Euro. Dazu kommen Ingenieur-Honorare von 85000 Euro. Und weil beim Bauen auch Unvorhergesehenes passieren kann, stellte die Gemeindevertretung vorsichtshalber 700000 Euro bereit. Ein Glücksfall für Panker sind dabei die derzeit günstigen Zinsen. Für eine Laufzeit von 30 Jahren – die Gemeinde möchte sich nur langfristig binden – verlangen Banken rund ein Prozent.

Die Stadtwerke Lütjenburg tragen die Kosten für die neuen Abwasserleitungen, die sinnvoller Weise gleichzeitig mitverlegt werden. Die Gemeinde muss dafür nichts bezahlen. Auch die neue Straßendecke gibt es „geschenkt“. Die Durchgangsstraße ist eine Landesstraße.

Die Erneuerung der Regenleitungen ist für die Gemeinde Panker ein gewaltiger finanzieller Kraftakt. Die Gemeinde hat so gut wie keine eigenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer und ist im hohen Maße auf Schlüsselzuweisungen angewiesen. Die Not ist so groß, dass die Hundesteuern auf Großstadtniveau liegen.

Letztendlich müssen wieder die Bürger zur Kasse gebeten werden, was Bürgermeister Schöning zwar ausdrücklich bedauert, aber einen anderen Weg sieht er nicht. Die Gemeinde Panker plant, im nächsten Jahr eine Regenwasser-Abgabe einzuführen. Für jeden Quadratmeter versiegelter Fläche auf einem Grundstück müssen die Eigentümer diese Regen-Steuer zahlen. Mit dem Geld hält die Gemeinde das Rohrsystem in Schuss. Denn nicht nur die Leitungen in der Hauptstraße sind kaputt, sondern auch die in den Nebenstraßen in Darry. Teilweise weisen sie die höchsten Schadensklassen 4 und 5 auf und müssten eigentlich sofort saniert werden. Bürgermeister Schöning: „Wir können nicht alles auf einmal.“

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Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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