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Stolper-Hydranten sorgen für Ärger

Panker Stolper-Hydranten sorgen für Ärger

Im Leben gibt es viele Stolpersteine. In der Gemeinde Panker gibt es sogar Stolper-Hydranten. Drei dieser gekrümmten Eisenrohre ragen dummerweise aus Gehwegen heraus und können Fußgänger behindern. Die Gemeindevertretung versucht mit einem Trick, die Situation zu entschärfen.

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Ein Hydrant ragt aus dem Gehweg des Bürgermeister-Karl-Hagedorn-Wegs. Zwei rot-weiß markierte Eisenpfosten sollen verhindern, dass Fußgänger über das Hindernis stolpern.

Quelle: Hans-Jürgen Scherkahn

Panker. Im Jahr 2003 wurden die ersten beiden oberirdischen Hydranten auf den Wegen im Neubaugebiet in Darry gebaut. Nach Angaben von Bürgermeister Ewald Schöning geschah dies unter anderem auf Wunsch der Feuerwehr, die mit dieser Technik besser arbeiten könne. Damals stieß sich noch niemand an den roten Hindernissen – zumindest nicht öffentlich. Die Aufregung begann erst vor Kurzem mit der Bauabnahme des neuen Bürgermeister-Karl-Hagedorn-Wegs. Der Vertreter des Ordnungsamts monierte, dass die Hydranten teilweise den Gehweg versperrten. Der Planer entschuldigte sich mit dem Hinweis darauf, dass die oberirdischen Hydranten ausdrücklich von der Gemeinde gewollt waren. Es habe so gebaut werden sollen wie im ersten Bauabschnitt der Siedlung. Um die Stolperfallen vor allem im Dunkeln sichtbar zu machen, ließ man nun links und rechts große Eisenrohre aufstellen und zur Warnung rot-weiß streichen. Die Kosten dafür übernahm noch der Erschließungsträger. Die Gemeinde musste nichts dazu bezahlen.

Es gäbe noch eine weitere Variante. Die Gemeinde lässt auf ihre Kosten die Hydranten umrüsten und unter die Erde legen. Eine Technik, die in vielen Gemeinden üblich ist. Das kostet allerdings über 4000 Euro. Panker legte aber in den letzten Jahren nur Minus-Haushalte hin. Die große Mehrheit der Gemeindevertreter lehnt diese Investition daher ab.

Und die Lösung? Die bringt die Straßenverkehrsordnung. Die Gemeindevertretung wies den Bürgermeister-Karl-Hagedorn-Weg und Am Fresendorfer Weg als verkehrsberuhigten Bereich aus. Autofahrer dürfen hier nur noch im Schritttempo fahren und Fußgänger können auf der Straße gehen. Somit kommen sie ohne Gefahr um die Hydranten herum. Den Bewohner gefällt das. 17 Anlieger sprachen sich in einer Einwohnerversammlung für die Verkehrsberuhigung aus, nur drei stimmten dagegen.

In der Sitzung der Gemeindevertretung schlugen die Wogen noch einmal hoch. „Wir zementieren hier Schilda“, klagte der CDU-Vertreter Bernhard Ziarkowski über die „dusseligen“ Hydrantengebilde. Sein Fraktionskollege Heinrich von der Decken erwartet in Zukunft, von den Fachleuten in der Amtsverwaltung und dem Ingenieurbüro besser beraten zu werden.

Eine Hoffnung bleibt der Gemeinde noch. In der Vergangenheit wurde ein Hydrant bereits von einem Auto umgefahren. Als Ersatz ließ man den Wasseranschluss unterirdisch einrichten.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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