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Nur elf Fahrgemeinschaften

Pendlerportal in Plön Nur elf Fahrgemeinschaften

Anfang 2010 war der Kreis Plön der letzte weiße Fleck auf der Pendlerportal-Landkarte, seit etwas mehr als fünf Jahren kann man sich auch dort zu Fahrgemeinschaften verabreden. Mit mäßigem Erfolg, denn es werden nur elf Vermittlungen seit Bestehen des Angebots gelistet.

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Nur noch selten sieht man Tramper, die von Plön nach Kiel wollen.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Frank Dalock, Geschäftsführer der Marktplatz Lüneburger Heide Internet GmbH, kann aber selbst den elf Vermittlungen eine gute Seite abgewinnen: Dank seiner Erfindung www.pendlerportal.de hätten sich Fahrgemeinschaften zusammengefunden, deren Teilnehmer vielleicht nie voneinander erfahren hätten.

 „Elf“ klingt alles andere als gewaltig, summiert sich aber im Laufe des Jahres zu beachtlichen Zahlen: Da es sich um regelmäßige Fahrgemeinschaften handelt, die immer noch existieren, kommen pro Monat einige Hundert Fahrten zusammen. Und das summiert sich zu einem nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz (und für die Haushaltskassen): Allein im Kreis Plön haben die Autos der Fahrgemeinschaftler zusammen genommen einige hunderttausend Kilometer weniger auf dem Tacho, 60 000 Euro Spritkosten wurden den Tankstellenpächtern vorenthalten und 64 Tonnen CO2 wurden gar nicht erst in die Atmosphäre geblasen, wie Statistiker hochgerechnet haben.

 Die meisten Fahrgemeinschaften pendeln zwischen Kiel und Plön, aber auch die Kreise Ostholstein und Rendsburg-Eckernförde wurden oder werden regelmäßig angesteuert. Der exotischste Abfahrtsort in Richtung Plön war sicherlich die Dordogne (Frankreich).

 Wie sich Fahrer und Beifahrer dieser sicherlich einmaligen Tour über einen Fahrpreis geeinigt haben, weiß selbst der Erfinder des Portals nicht. Frank Dalock gibt da auch nichts vor: „Wer über das Portal zueinander gefunden hat, handelt die Kostenbeteiligung selbst aus oder – das ist eher die Regel – vereinbart eine dauernde wechselnde Fahrgemeinschaft“. Dalock betont, dass die Registrierung und Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten nichts kosten. Seine Idee wird über Lizenzgebühren am Leben gehalten, die mittlerweile einige Hundert Landkreise an ihn überweisen. Dabei handelt es sich um überschaubare Summen: Vor fünf Jahren war dieser Service dem Kreis Plön 79 Euro pro Monat wert, viel teurer ist es seitdem nicht geworden.

 Geld übrigens, für das Frank Dalock neben der Zur-Verfügung-Stellung von Rechnerkapazität auch regelmäßig etwas tut: Es gibt keine „Karteileichen“ in seinem Portal: Alle paar Wochen werden Anbieter gefragt, ob sie noch an Bord seien, wobei die Beantwortung auch Urlaubsverzögerungen einbezieht. Nur wer sich nach angemessener Frist nicht meldet, wird aus dem Anbieterverzeichnis gelöscht.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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