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Puppen als Jubiläumsgäste

Schönberger Kindheitsmuseum ist 25 Puppen als Jubiläumsgäste

Die Saisoneröffnung im Schönberger Kindheitsmuseum stand am Sonntag ganz im Zeichen des 25. Museumsgeburtstags. Zum Jubiläum ist in einer Sonderausstellung eine Puppensammlung von Waltraut Peter aus Altenholz zu sehen.

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Die 92-jährige Altenholzerin Waltraut Peter zeigt eine Auswahl ihrer  Puppen in einer Sonderausstellung im Kindheitsmuseum in Schönberg.

Quelle: Christoph Kuhl

Schönberg. In den unterschiedlichsten handgeschnitzten Kulissen sind Szenen aus dem Alltag mit viel Liebe zum Detail nachgestellt: die Hochzeit in der Kirche, das sommerliche Strandleben sowie die Werkstatt-Szenerie mit Meister Eder und seinem Pumuckl. Etwa 1000 handgefertigte Puppen in 15 Jahren hatte die heute 92-jährige Altenholzerin Waltraut Peter bis Ende der 1990er-Jahre genäht und gestrickt. Kein Wunder, dass sie in ihrer Heimatgemeinde noch heute die Altenholzer Puppenmutti genannt wird.

 Mit der Handarbeit und diesem wunderschönen Hobby, wie sie sagt, sei es altersbedingt schon seit längerer Zeit vorbei. „Meine Enkel und Urenkel hatten aber alle ihre Freude an den Puppen gehabt und haben viel mit ihnen gespielt“, sagt Waltraut Peter. Ein Großteil der extra für den guten Zweck gefertigten Stoffpuppen hat sie unter anderem für die kirchliche Arbeit in Altenholz verkauft. Eine kleine Auswahl der Peterschen Puppensammlung, zu der ihr verstorbener Ehemann Karl die handgeschnitzten Kulissen gestaltet hatte, wird nun im Schönberger Kindheitsmuseum präsentiert.

 In seiner Festrede zum 25-jährigen Bestehen blickte Schönbergs früherer Bürgermeister Wilfried Zurstraßen vor vielen Gästen, darunter Plöns Kreispräsident Peter Sönnichsen, auf die Anfänge des Kindheitsmuseums zurück. Die Idee von Freunden um Marta und Teo Sakmirda, sowie Heidi und Fritz Koch sei es gewesen, 100 Jahre Kindheit in vielen Facetten zu dokumentieren. Eine Testausstellung im Frühjahr 1989 im Schönberger Rathaus mit knapp 3000 Besuchern in nur zwei Wochen verlief überaus erfolgreich.

 Aus einer anfangs überschaubaren Exponaten-Sammlung im früheren Amtsgerichtsgebäude sei laut Zurstraßen im Laufe der Jahre schließlich ein Museum entstanden mit heute über 200 Büchern, 365 Tisch- und Brettspielen und rund 1400 Ausstellungsgegenständen. „Rund 150000 Besucher in 25 Jahren unterstreichen, wie wichtig das weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte Kindheitsmuseum für die Museumslandschaft und das Tourismusangebot in Schönberg ist“, so Zurstraßen. Das rein ehrenamtlich geführte Museum platze laut Uschi Kähler, Vorsitzende des Museumsvereins, mittlerweile aus allen Nähten. Der Verein sei daher auf der Suche nach Lösungen für eine dringend notwendige Erweiterung der Ausstellungsräume.

 Die Öffnungszeiten des Museums sind sonntags 14 bis 17 Uhr, ab Juni dienstags bis sonntags 14 bis 17 Uhr, donnerstags zusätzlich 10 bis 12 Uhr. Der Eintritt kostet 2 Euro.

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