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Arbeitskreis für Radwege gegründet

Plön Arbeitskreis für Radwege gegründet

In Plön wird ein fraktionsübergreifender Arbeitskreis gebildet, der sich der Radweg-Situation annimmt. Der Antrag der Grünen, den Sabine Kauf am Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorstellte, wurde einstimmig durchgewinkt.

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Der kombinierte Rad- und Fußweg, der die Plöner Innenstadt mit dem Campingplatz Spitzenort, der Jugendherberge und dem Koppelsberg verbindet, ist sehr schmal und teilweise in einem schlechten Zustand.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Vor allem die Anbindung des touristisch wichtigen Gebietes zwischen Spitzenort und dem Koppelsberg dürfte den Politikern aller Fraktionen die Entscheidung leicht gemacht haben, die Sache endlich in Angriff zu nehmen.

 Die nackten Zahlen machen den Handlungsbedarf deutlich: 70 000 Übernachtungen pro Jahr auf dem Campingplatz Spitzenort, 25 000 Übernachtungen in der Jugendherberge und 36 000 Übernachtungen bei der Vorwerker-Diakonie auf dem Koppelsberg. Wenn sich jeder Gast an jedem Tag seines Aufenthaltes zu Fuß oder mit dem Fahrrad (und das oft in Gruppen) auf den kurzen Weg in die Plöner Innenstadt macht, bedeutet das pro Saison also bis zu 131 000 Nutzer des schmalen Rad- und Fußweges, der sich zu allem Überfluss auch nicht gerade im besten Zustand befindet.

 Damit befindet sich die schmale, asphaltierte Strecke entlang der B 430 in bester Gesellschaft. Überall, so Sabine Kauf, gebe es bauliche Mängel: Schlaglöcher, zu schmale Radwege mit zu engen Kurven, auf denen oft genug auch noch Schilder, Pfosten und Laternen mehr oder weniger im Weg stünden, führt die Ratsfrau der Grünen in ihrem Antrag auf.

 Neben dieser kritischen Strecke zählte Sabine Kauf weitere neuralgische Punkte auf: Der Stadtgraben mit seinen vielen Ein- und Ausfahrten sowie Haltebuchten, die Querung der B430 zwischen Stadtgraben und Lidl, die verwirrende Situation vor dem Überweg zwischen Fußgängerzone und Kreismuseum und dann weiter Richtung Ascheberg, und die Eutiner Straße mit Vorfahrtregelungen an den Zufahrten Ihlpohl und Scharweg. Weiteres Sorgenkind: der plötzlich endende Radweg vor dem gerade abgerissenen Aldi-Markt, wo Radler auf die Straße wechseln müssen, und eine nicht immer schlüssige Radwegbeschilderung.

 Damit es in einigen Wochen nicht heißt, „wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis“, legten die Ausschussmitglieder unter der Federführung von Bernd Möller (SPD) auch gleich die weitere Marschrichtung fest: Die Mitglieder des Arbeitskreises, die sich gemeinsam mit „Fahrradprofis“ an einen Tisch setzen werden, sollen ihre Ergebnisse zunächst der Stadtverwaltung vorlegen, um die Befindlichkeiten anderer Behörden wie Kreisverwaltung und Landesbetrieb Straßenbau hinreichend zu berücksichtigen. Dann, so Möller, dürfte das Konzept auch juristisch so wasserdicht sein, dass der Ausschuss für Stadtentwicklung das Thema vorrangig behandeln kann.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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