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Bürgervorsteher ist Schützenkönig

Plön Bürgervorsteher ist Schützenkönig

Der höchste Repräsentant der Stadt Plön ist nun auch der höchste Repräsentant der Plöner Schützengilde: Bürgervorsteher Dirk Krüger und seine Ehefrau Claudia sind die neuen Majestäten. Jens Staggen verhalf dem Gilde-Hauptmann mit dem Königsschuss zum neuen Titel.

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Der neue Gildekönig Dirk Krüger jubelt zusammen mit seiner Frau Claudia, umrahmt von den Ältermännern der Schützengilde, Heinz Langfeldt (rechts) und Stefan Meyer.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Das furiose Ende eines regen- und ereignisreichen Tages: Kurz vor dem Ausmarsch zum Düvelsbrook war es noch vergleichsweise trocken, als sich am Rathaus rund 60 Gildebrüder hinter Schellenbaumträger Tim Christian Meyer (Vertreter für Jan Kunze, den die Wade zwickte) formierten. Dann marschierten sie zum Festgelände.

Dort angekommen gab es zwei besondere Begrüßungen: Erster Ältermann Heinz Langfeldt begrüßte Bürgermeister Lars Winter, der bis 1993 selbst Gildebruder war mit einem „Willkommen zurück“ und den Kommandeur der Marineunteroffizierschule Matthias Kähler, der vor Kurzem in die Gilde eingetreten und zumindest während des Gildefestes vom Kapitän zur See zum Rekruten „degradiert“ worden war.

Langfeldt erinnerte daran, dass die Gilde vor 396 Jahren als Schutz- und Notgemeinschaft gegründet worden war, und sich heute der Tradition verpflichtet fühle. Dem scheidenden König Bernd IV. (Potreck) und dessen Partnerin Sonja I. (Bönig) bescheinigte er, „ein tolles Gildejahr abgeliefert“ zu haben. Potreck appellierte an die Gildebrüder, sich mehr an den Gildeveranstaltungen im Laufe des Jahres zu beteiligen – man sehe leider immer die gleichen Gesichter.

Zweiter Ältermann Stefan Meyer sang mit seiner Rede auf die Heimat ein Loblied auf die Gildetradition. Die Gilde sei Bindeglied zwischen gestern und heute und mit Stolz trage der Erste Ältermann seit 1967 eine vergleichsweise unscheinbare Kette, die der damalige Ministerpräsident Helmut Lemke der Gilde für die Wahrung der Tradition überreicht hatte. „Viele können mit der Gilde und dem Düvelsbrook heute nichts mehr anfangen – wir müssen verstärkt deutlich machen, dass Gilde Brauchtum und nicht verkrustet ist“, warb Meyer für mehr Öffentlichkeitsarbeit.

Bürgermeister Lars Winter teilte in seinem Grußwort zur Enttäuschung aller Gildebrüder mit, dass es für ihn keine Rückkehr geben werde. Er stehe zu einer „gesunden Trennung zwischen Rathaus und Gilde“, was der Wertschätzung für die Gilde keinerlei Abbruch tue.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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