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Holsteinische Schweiz feiert Jubiläum

Naturpark Holsteinische Schweiz feiert Jubiläum

Mit naturverbundenen und humorvollen Gästen (Landwirt und Literat Matthias Stürwohldt sowie Andreas Schauder alias „Fischer Kai“) feierte der Naturpark Holsteinische Schweiz im Rahmen der Landesgartenschau in Eutin (LGS) seinen 30. Geburtstag.

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Das jüngste Kind des Naturparkvereins Holsteinische Schweiz: Seit vergangenem Jahr weisen neue Schilder den Wanderern auf einer Strecke von 274 Kilometern den richtigen Weg und bieten darüber hinaus einiges an Information.

Quelle: Dirk Schneider/Archiv

Plön/Eutin. Gemeinsam mit fünf weiteren Naturparks informiert das „Geburtstagskind“ noch bis zum 8. Mai in der Orangerie auf dem LGS-Gelände über Aufgaben und Ziele der Naturparks.

Auch wenn das Jubiläum ein Grund zur Freude ist, einen Wermutstropfen gab’s doch: Der Präsident des Verbands deutscher Naturparke, Michael Arndt, wünscht sich eine stärkere finanzielle Unterstützung: Man sei weit von dem Ziel entfernt, Geld für vier Vollzeitstellen für jeden Naturpark im Land zu bekommen. Kritik, die Thorsten Elscher aus dem Kieler Umweltministerium gelten ließ: In Sachen Personalkostenförderung habe man noch einiges zu tun.

Die wachsende Bedeutung der Naturparks hob die Vorsitzende des Naturparkvereins Holsteinische Schweiz, die Plöner Landrätin Stephanie Ladwig, hervor: Urlaub in der Natur bekomme immer höheren Stellenwert. Sie freut sich über den gemeinsamen Auftritt der Naturparks – das könne eine Keimzelle für weitere gemeinsame Aktivitäten sein.

Der Naturpark Holsteinische Schweiz ist einer von bundesweit 104 Parks, die auf rund einem Viertel des Bundesgebiets einen wichtigen Baustein im Naturschutz darstellen und helfen, die landschaftlichen Schönheiten, Kulturlandschaften, selten gewordene Tiere und Pflanzen sowie deren Lebensraum zu erhalten.

Der 1986 gegründete Naturpark Holsteinische Schweiz ist zwar nicht der älteste Park, aber in Schleswig-Holstein mit rund 750 Quadratkilometer Fläche der größte. Die Partner im Lande: Aukrug (gegründet 1998/380 Quadratkilometer), Hüttener Berge (1970/220), Lauenburgische Seen (1960/474), Westensee (2010, 250) und Schlei (2008/500). In der Holsteinischen Schweiz hatten sich in der Vergangenheit mehrere Schwerpunkte herauskristallisiert, darunter umweltfreundliches Wasserwandern und die bessere Vernetzung des Wanderwegenetzes.

Daneben lenkt der Naturparkverein Jahr für Jahr den Fokus auf eine bestimmte heimische Tierart und kürt das „Naturparktier des Jahres“. So kam im Laufe der Jahre eine illustre Runde bekannter und weniger bekannter Tierarten zusammen: Laubfrosch, Fischotter, Großer Abendsegler (eine Fledermaus), Eisvogel, Gebänderte Prachtlibelle, Ringelnatter, Dachs, Rotmilan, Kammmolch, Uhu, Maräne, Schellente, Wasserspitzmaus und als aktuelles Naturparktier der Kranich.

Drei Städte und 27 Gemeinden

Der Naturpark Holsteinische Schweiz mit Sitz im Uhrenhaus im Plöner Schlossgebiet erstreckt sich über eine Fläche von rund 750 Quadratkilometern. Im Kreis Plön sind dem Verein neben der Stadt Plön die Gemeinden Ascheberg, Bösdorf, Dersau, Grebin, Nehmten, Rathjensdorf und Selent beigetreten. Aus dem Kreis Ostholstein haben sich neben der Stadt Eutin die Gemeinden Bosau, Kasseedorf, Malente, Schönwalde am Bungsberg und Süsel dem Verbund angeschlossen. Ebenfalls über Kreisgrenzen hinweg gehören aus dem Kreis Segeberg die Gemeinden Blunk, Bornhöved, Damsdorf, Glasau, Klein Rönnau, Krems II, Nehms, Rohlstorf, Schmalensee, Seedorf, Stipsdorf, Stocksee, Tensfeld, Travenhorst und Wensin sowie die Stadt Bad Segeberg dazu.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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