27 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Gutachter kapern das Piratenland

Plön Gutachter kapern das Piratenland

Das "Piratenland" im Plönbad ist seit Sommer 2016 wegen gravierender Schäden geschlossen, macht aber seinem Namen alle Ehre: Es "raubt" der Plöner Schwimmhalle jede Menge Besucher und damit Einnahmen. Im vergangenen Jahren waren 5000 Badegäste weniger zu verzeichnen als noch im Jahr zuvor.

Voriger Artikel
Silo weicht Wohn- und Geschäftshaus
Nächster Artikel
TSV Germania schöpft neuen Mut

Das aufblasbare Krokodil und der „Flipper“ warten seit dem Sommer vergangenen Jahres vergeblich auf Spielkameraden. Das Kleinkinderbecken „Piratenland“ in der Plöner Schwimmhalle bleibt nach wie vor geschlossen.

Quelle: Sandra Brinkmann

Plön. Statt Badegäste gehen Gutachter in dem Kleinkinderbecken ein und aus: Der vorerst letzte Experte hat mehrere Betonproben, Fugenmaterial und Fliesen als Beweisstücke gesichert und wertet sie nun aus. Erst wenn der Grund für die gravierenden Schäden des kleinen Beckens herausgefunden wurde, könne mit der Sanierung begonnen werden – und „das kann noch dauern“, vertröstet  Bürgermeister Lars Winter vor allem die Eltern kleiner Kinder, die das Piratenland vermissen.

Es wird also noch einige Zeit dauern, bis die kleinsten Badegäste ihr Piratenland wieder entern können, aber Winter verspricht: „Wenn wir wissen, woran es liegt, wird der Fehler schnellstmöglich behoben – egal wer hinterher die Kosten trägt!"

Kleines Becken, großer Verlust

Den Plönern ist auch aus wirtschaftlicher Sicht an einer baldmöglichen Reparatur gelegen: „Das Piratenland wird von den Kindern heiß geliebt“, weiß Winter, der nun auch Zahlen vorlegen kann, wie sehr die Schließung dieses kleinen Teils des Plönbades schmerzt: Waren es 2015 noch 75000 Badegäste, nutzten 2016 nur noch 70000 die Einrichtung – bei Eintrittspreisen zwischen 3 Euro (Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren), 5 Euro (Erwachsene) und 12 Euro (für Familien) ein deutlich spürbares Loch im ohnehin nicht auf Rosen gebetteten Haushalt der Stadt Plön.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3