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Vogelkundler zählen sich auf Platz fünf

Plön Vogelkundler zählen sich auf Platz fünf

Vögel beobachten und zählen ist für viele Vogelkundler ebenso wissenschaftliche Aufgabe wie Leidenschaft. Einmal im Jahr treten viele zum Wettbewerb an. Beim bundesweiten „Birdrace“ landete die Gruppe Pody und Co. um Bernd Koop mit 156 Arten unter 291 Teams auf Platz fünf.

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Ein Blaukehlchen konnte die ie Gruppe Pody und Co. auch ausmachen.

Quelle: LLUR

Plön. Das Plöner Team ist nicht nur Landessieger, sondern auch bundesweit auf Platz zwei der umweltfreundlichen Teams, betont Bernd Koop, denn Pody und Co. waren ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs – und zwar 95 Kilometer. Von den maximal erlaubten 24 Stunden, in denen möglichst viele Arten dokumentiert werden sollen, haben sie sich auf 21 beschränkt – ohne Pause.

Bild: Ein Blaukehlchen war der erste Singvogel, den das Team Pody und Co (von links Florian Sambraus, Christiana Anagnostou, Martina Hillbrand, Stefanie Ismar und Bernd Koop) um 2.30 Uhr am Behler See entdeckte.

Ein Blaukehlchen war der erste Singvogel, den das Team Pody und Co (von links Florian Sambraus, Christiana Anagnostou, Martina Hillbrand, Stefanie Ismar und Bernd Koop) um 2.30 Uhr am Behler See entdeckte.

Quelle: Bernd Koop

Um 1.30 Uhr starteten die fünf Radler in Plön, ausgestattet mit Spektiven, viel Brot, Kaffee, Wasser und Schokolade. „Der Start verlief planmäßig, kein Nebel versperrte die Sicht auf den einzigen brütenden Storch, Nachtigallen waren lauter als Laubfrösche. Die Behler Niederung, zuletzt vorsätzlich trocken gelegt, ist nach erfolgreicher Intervention wieder nass: Eine Rohrdommel hupte, dass es noch fünf Kilometer entfernt zu hören war, zehn Wasserrallen balzten um die Wette“, schildert Koop den Auftakt.

Bereits bis 6 Uhr hatte das Team auch die „Angstgegner“ Trauerschnäpper, Waldlaubsänger, Schwanzmeise und Weidenmeise „im Sack“. In Helmstorf traf es erstmals die Konkurrenz aus der Probstei – Nicole Hansmann und Jürgen Forster, die als „Die freilaufenden ProbstEier“ antraten und am Ende mit 146 Arten bundesweit den 16. Platz schafften.

Pody und Co. zogen weiter an den Großen Binnensee, den Sehlendorfer See und den Kleinen Binnensee. „Auf die Hochgebirgsfahrt zum Hessenstein haben wir diesmal verzichtet, wir wollten die Freilaufenden ProbstEier nicht bei ihrem Mittagsschlaf stören, den sie mutmaßlich dort genießen und nachlesbar über drei Stunden genießen wollten. Also nur die Erstürmung der Alten Burg am Großen Binnensee. Dort war die Haubenmeise etwas wenig kooperativ und benötigte sicherlich ne halbe Stunde bis zur Bestätigung“, erzählt Koop.

Am Selenter See erwischten sie einen Rothalstaucher, am Wald das erste Neuntöterpaar, eine Saatkrähe war um 21.40 Uhr schließlich die letzte von 72 Singvogelarten, später eine Waldohreule die letzte Art für die Liste. Am Ende waren es 156 Arten, womit das Team erstmals beim Birdrace mehr als 150 Arten gesehen hat. Insgesamt war Koop vor allem erstaunt über das Fehlen des Rebhuhns – keines der 33 Teams in Schleswig-Holstein hat diese ehemals so häufige Art gesehen.

Neuer Spendenrekord beim 13. Birdrace

Das 13. Birdrace des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten (DDA) hat mit mehr als 1000 Teilnehmern in 291 Teams und insgesamt 304 entdeckten Vogelarten neue Rekorde aufgestellt. Sieger wurde die Gruppe Cuxland mit 167 Arten, unter den umweltfreundlichen Radlern lagen nur die Usedommeln mit 162 Arten vor Pody und Co. Zum neuen Spendenrekord von knapp 26000 Euro trugen Pody und Co an neunter Stelle mit 424 Euro bei. Die eingeworbenen Spenden dienen der Weiterentwicklung des Internetportals www.ornitho.de zur Eingabe von Vogelbeobachtungen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
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