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Trotz hohem Alter voll im Trend

„Plön fährt Rad“ Trotz hohem Alter voll im Trend

Eine Runde auf einer Draisine drehen. Das ging am Samstag in der Plöner Innenstadt. Der Vorgänger des Fahrrades feierte seinen 200. Geburtstag und die Plöner feierten mit. Aber nicht nur um das Rad an sich hat es sich gedreht.

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Bei einer Talkrunde im Rahmen des Festes diskutierten Lars Winter, Thomas Möller(ADFC) und Klaus Leitzau (Kreisverkehrswacht) über Möglichkeiten, die Fahrräder einem im Straßenverkehr bieten. Moderiert wurde vom Radiomann Carsten Kock.

Plön.  Auch die Verbesserung des Radfahrnetzes in der Stadt war ein Thema. Die Landesverkehrswacht, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), die Arbeitsgemeinschaft „Plön fährt Rad“ und verschiedene Firmen und Vereine waren vor Ort. Sie informierten und sorgten für das leibliche Wohl. Ins Rollen gebracht hat das Ganze Bürgermeister Lars Winter.

„Die Idee dazu ist mir kurz vor meinem Amtsantritt gekommen“, erklärt der Sozialdemokrat. Die Finanzierung haben die Stadt selbst und die Stadtwerke übernommen. „Sonst wäre ein so reichhaltiges Angebot gar nicht möglich gewesen“, meint Winter. „Die Aktionen an diesem Tag sollen dazu dienen, den Bürgern das Fahrradfahren schmackhafter zu machen“, führt er fort. „Von der Sicherheit und der Umwelt, bis hin zur Gesundheit.“

Die Arbeitsgemeinschaft „Plön fährt Rad“ engagiert sich ebenso in Sachen Radeln. Interessierte Bürger, Mitglieder des ADFC und der „Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt Plön“ entwickelt seit 2016 unter anderem Mängellisten. „Einheimische wissen wo sie gut langfahren können. Gerade Touristen, die mit der Umgebung nicht vertraut sind, brauchen aber gute und sichere Strecken“, so Sabine Kauf von der Arbeitsgemeinschaft. Plöner Radfahrer hatten die Möglichkeit auf einem Fragebogen Orte einzutragen, an denen beispielsweise sichere Wege und Beschilderungen fehlen.

„Unser Ziel ist es, ein funktionierendes Radwegenetz aufzubauen. Dafür brauchen wir so viel Mithilfe wie möglich“, betont Kauf. Ab Ende August sollen erste Änderungen stattfinden. Das bestätigte auch Bürgermeister Winter: „Spätestens nach den Sommerferien soll ein konkreter Handlungsplan stehen. Eine Ausschreibung für einen Planer, hat es bereits gegeben.“

Auch der Umwelt zur Liebe soll der Drahtesel attraktiver gemacht werden. Neben dem Angebot der Fahrradverleiher im Ort gibt es bei der Touristen-Information vier Elektro-Bikes, die ausgeliehen werden können. Um den Autoverkehr in der Innenstadt zu minimieren, sind die Parkplatzgebühren erhöht worden. Weiter weg ist das Parken dafür kostenlos möglich.

Bei einer Talkrunde im Rahmen des Festes diskutierten Lars Winter, Thomas Möller(ADFC) und Klaus Leitzau (Kreisverkehrswacht) über Möglichkeiten, die Fahrräder einem im Straßenverkehr bieten. Moderiert wurde vom Radiomann Carsten Kock. Verkehrsminister Bernd Buchholz konnte nicht wie geplant vor Ort an dem Gespräch teilnehmen. Er wurde kurz über eine Telefonleitung zugeschaltet. Er nannte den Ausbau der Autobahn 20 als großen Erfolg zur Verkehrsentlastung der Städte. „Die Autobahn Hilft herzlich wenig, das Verkehrsaufkommen innerorts zu reduzieren. Eine konkrete Radstrategie muss her. Ein Vorbild ist Kopenhagen“, bemerkte Thomas Möller.
Erste Wege scheinen diesbezüglich zumindest ein Stück weit geebnet zu sein.

Von Johanna Ulrich

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