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Plöner Neujahrsempfang Mit Tendenz nach oben

Die vielfältigen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Flüchtlingswelle standen im Mittelpunkt des gemeinsamen Neujahrsempfangs der Stadt Plön und der Marineunteroffizierschule (MUS) am Sonntag im Foyer der Förde Sparkasse.

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Zahlreiche Plöner Bürger besuchten den Neujahrsempfang und lauschten den Reden der Gastgeber.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Sowohl Bürgermeister Jens Paustian als auch der Kommandeur der MUS, Kapitän zur See Matthias Kähler, ließen keine Zweifel an dem allseits bekannten Motto „Wir schaffen das“ aufkommen.

 Paustian begrüßte unter den etwa 180 Gästen den Plöner Ehrenbürger Uwe Jes Hansen, Kreispräsident Peter Sönnichsen und die Vertreter der Partnerstadt Plau, Bürgermeister Norbert Reier und Bürgervorsteher Dirk Tast mit ihren Ehefrauen.

 Er sprach von einer Herausforderung, „von der wir vor einem Jahr nichts geahnt haben“. Es wäre „ein Segen“, wenn beim Thema Flüchtlinge die bürokratischen Hürden tatsächlich abgebaut würden. In seiner Jahresbilanz für die Stadt hob Paustian den Abschluss der Ausbauarbeiten in der Hipperstraße, den Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Gerberhof und die Installierung energiesparender LED-Straßenlaternen hervor. Die Einwohnerzahl Plöns tendiere nach oben (Zuwachs: 212), weiterer Wohnraum im Baugebiet „Seewiesen“ in der Nachbarschaft mit Rathjensdorf sei wünschenswert. Ein weiterer Wunsch sei, dass im Tourismus die Zahl der Übernachtungen auch in Betrieben mit weniger als zehn Betten sowie auf Campingplätzen erfasst würden, um der Stadt Plön weitere Fördermittel zu sichern. „Oder finden auf Campingplätzen etwa keine Übernachtungen statt?“, fragte Paustian.

 Mit breitem Lächeln ging er ganz kurz auf das politische Ereignis des Jahres 2016 in Plön ein. Er wolle bei der Bürgermeisterwahl „nicht ins Verfahren eingreifen“. Dennoch könne er versichern: „Mir macht die Arbeit sehr viel Spaß, und natürlich kandidiere ich.“

 Kommandeur Kähler wies auf die gefährlichen Einsätze deutscher Marinesoldaten hin. Auch MUS-Angehörige seien in Afghanistan und in Dschibuti gefordert. Umso wichtiger sei eine gute Ausbildung, wie sie in Plön gewährleistet werde. Im Übrigen seien die angehenden Unteroffiziere Multiplikatoren der Stadt Plön. Als besondere Herausforderung im neuen Jahr nannte Kähler die Umsetzung der 41-Stunden-Woche unter Soldaten. Einige gewohnte Aktivitäten wie etwa die Vorbereitung des Neujahrsempfangs könnten womöglich unter der neuen Regelung leiden.

 Als Hausherr hatte Sparkassen-Chef Peter Mordhorst die Gäste begrüßt. Er sprach von einem turbulenten Jahr 2015, das geprägt gewesen sei durch die Flüchtlingssituation und Angst vor Terror. Aber das gewohnte Leben müsse weitergehen. Starken Applaus bekam er für seine Schlussbemerkung: „Wir sehen auf dem Neujahrsempfang praktisch immer dieselben Gesichter. Bringen Sie doch nächstes Mal jeder jemanden mit, der 20 Jahre jünger ist.“

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Ein Artikel von
Ralph Böttcher
Ressortleiter Ostholsteiner Zeitung

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