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Ein B-Plan soll es richten

Plöner Seegrundstück Ein B-Plan soll es richten

Die Stadt Plön möchte bei der Gestaltung der Seegrundstücke an der Stadtbucht ein entscheidendes Wort mitsprechen. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt empfiehlt die Aufstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) für das touristisch wichtige Gebiet an der Eutiner Straße.

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Die Plöner Stadtbucht ist ein touristisch wichtiges Gebiet – hier genießt gerade eine Besuchergruppe aus Thüringen den Blick über den See auf das Schloss. Um baulichen Wildwuchs in dem Ufergebiet an der Eutiner Straße zu verhindern, empfiehlt der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt die Aufstellung eines Bebauungsplans. Davon betroffen wären die Planungen des Plöner Seglervereins, der neben dem Alten Fährhaus (rechts im Bild) eine Bootshalle bauen möchte.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Damit müssten – die endgültige Entscheidung der Stadtvertretung vorausgesetzt – 45 000 Euro in die Hand genommen werden, um nach Ablauf der Veränderungssperre im kommenden Frühjahr ein verbindliches Regelwerk für die Grundstücke zu schaffen. Vorrangig geht es um die Pläne des Plöner Segler-Vereins (PSV), der auf seinem Gelände eine Bootshalle längs der Grundstücksgrenze zur Eutiner Straße bauen möchte. Dem wollten die Politiker aber nur zustimmen, wenn die Segler einer Verlängerung des Strandwegs über ihr Vereinsgelände erlauben. Ansonsten favorisieren die Politiker einen Bau, der quer über das PSV-Gelände verläuft – von der Straße hinunter Richtung See.

 In einem Abstimmungsgespräch, in dem einen Tag vor der Bauausschuss-Sitzung die unterschiedlichen Gesichtspunkte zur Sprache kamen, war man sich laut dem Ausschussvorsitzenden Bernd Möller (SPD) einig, dass die dortige Hafenatmosphäre für den Tourismus wichtig sei. Leider lehne der PSV eine generelle öffentliche Nutzung des Vereinsgeländes rund um das Alte Fährhaus ab – das störe nach PSV-Angaben den laufenden Betrieb, und man habe Angst vor Vandalismus. Möllers Vorschlag zur Güte: Keine offizielle Verlängerung des Strandwegs, aber eine vertragliche Regelung, dass das PSV-Gelände nicht hermetisch abgeriegelt werde, sondern dort neben Seglern auch Sehleute willkommen seien. Ein friedliches Nebeneinander übrigens, das in den vergangenen Jahren auch ohne Vertrag funktioniert habe. Sollte ein solcher Vertrag zustande kommen, könne er sich vorstellen, auf einen B-Plan zu verzichten und den Seglern so die Wunsch-Bootshalle zu ermöglichen.

 Da hatte Möller aber die Rechnung ohne seine Kollegen gemacht: Der gelernte Jurist Detlef Erdtmann (FWG) hat zwar rechtliche Bedenken gegen das Tauschgeschäft Strandverlängerung gegen Wunsch-Bootshalle, ist aber dennoch für einen B-Plan. Ursula Martens (SPD), Befürworterin einer Verlängerung des Strandwegs über das PSV-Gelände, hält es für touristisch erforderlich, die gesamte Fläche an der Eutiner Straße vernünftig zu organisieren.

 Ingo Buth (parteilos) hält zwar nichts von einer Wegverlängerung, wünscht sich aber einen B-Plan für den touristisch interessanten Bereich, in dem es „nicht nur um den PSV geht“.

 Sabine Kauf (Bündnis 90/Grüne) kann den PSV verstehen, dass sie einem Wanderweg auf Vereinsgelände nicht zustimmen. Sie weiß von einem Reiterhof mit öffentlichen Zugang, dass dort „ständig alles verschwindet, was nicht niet- und nagelfest ist“. Für Frank Evers (FWG) sind 45 000 Euro angesichts angespannter Finanzen und drängender anderer Aufgaben zu viel Geld für einen kleinen Effekt (in dem es nur um die Lage der Bootshalle geht).

 Mit der Gegenstimme von Evers und einer Enthaltung von Bernd Möller bei sechs Befürwortern eines B-Planes hat die Stadtvertretung nun eine deutliche Empfehlung des Fachausschusses, mit der sie sich am 4. November ab 19 Uhr beschäftigen wird.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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Stillstand bei geplanter Bootshalle

Knapp zwei Jahre ist es her, dass der Plöner Seglerverein (PSV) beantragt hatte, auf seinem Gelände rund um das „Alte Fährhaus“ bauen zu dürfen. Parallel zur Straße soll eine Bootshalle entstehen. Seitdem ist der Bau immer wieder Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, aber getan hat sich bisher nichts.

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