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Stillstand bei geplanter Bootshalle

Plöner Seglerverein Stillstand bei geplanter Bootshalle

Knapp zwei Jahre ist es her, dass der Plöner Seglerverein (PSV) beantragt hatte, auf seinem Gelände rund um das „Alte Fährhaus“ bauen zu dürfen. Parallel zur Straße soll eine Bootshalle entstehen. Seitdem ist der Bau immer wieder Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, aber getan hat sich bisher nichts.

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Die Optis müssen vor jedem Segeltörn aufgeriggt werden. Sie wären nach PSV-Meinung in einer neuen Halle besser aufgehoben.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Jutta Kricheldorff vom städtischen Bauamt brachte die Kommunalpolitiker in der jüngsten Sitzung auf den neuesten Stand: Das städtebauliche Konzept einer Lübecker Firma habe verdeutlicht, dass jede weitere Bebauung des Areals „den Blickbeziehungen zwischen Großem Plöner See, Wasserturmgelände und Schloss“ zuwiderlaufe. Außer am Strandweg gebe es in Plön nur noch an wenigen Orten einen unverbauten Blick über den See. Zudem, so heißt es in dem Gutachten weiter, handele es sich bei der Eutiner Straße um einen historischen Stadtzugang, der zwar heute als Sackgasse ende, aber aufgrund fehlenden Durchgangsverkehrs für Fußgänger und Radfahrer touristisch an Wert gewonnen habe. Klare Worte von Mitarbeitern eines Planungsbüros, die die Kommunalpolitiker beherzigen wollen. Ausschussvorsitzender Bernd Möller sieht darin einen weiteren Schritt in Richtung Bebauungsplan für die Eutiner Straße, in dem „wir nichts verhindern, sondern konstruktiv an einer Lösung arbeiten wollen“. Wie das aussehen kann, soll noch in diesem Monat mit den Seglern besprochen werden – es ist nicht das erste Treffen dieser Art.

 Eine mögliche Lösung liegt bereits auf dem Tisch, wie Jutta Kricheldorff verdeutlichte: Das Baugesetz sehe für Kommunen seit 2004 die Möglichkeit vor, die Genehmigung von Bauvorhaben an Bedingungen zu knüpfen. Und die Stadt hat da klare Vorstellungen, wie der Seeblick für Fußgänger an der Stelle erhalten bleibt: Wenn der PSV zustimmt, dass der Strandweg ufernah weitergeführt wird, also über das Vereinsgelände zwischen Seeufer und Altem Fährhaus verliefe, könne man dem Bau der Halle zustimmen.

 Detlef Erdtmann (FWG) äußert seine Zweifel, dass der PSV der Stadt Plön ein Wegerecht einräumt: „Ich würde als Vorsitzender nicht zustimmen!“ Er schlug vor, dass die Verwaltung gemeinsam mit Mitgliedern des Ausschusses nochmals mit den Seglern verhandeln. Jan Zender (CDU) schlug in die gleiche Kerbe: „PSV-Vorsitzender und Ausschuss sollten sich an einen Tisch setzen und der Bebauungsplan erst dann festgesetzt werden, wenn es bei einem Gütetermin nicht zu einer Einigung kommt.“ So recht wollte Zender jedoch nicht an eine Einigung glauben, da der Ausschussvorsitzende Bernd Möller (SPD) und der PSV-Vorsitzende, Ulrich Fehlberg, ein ehemaliger CDU-Stadtvertreter, ihre politischen Meinungsverschiedenheiten in vielen Sitzungen recht aggressiv miteinander ausgetragen hätten.

 Carsten Gampert, bürgerliches Mitglied für die FWG, versteht die ganze Aufregung nicht: „Ich bin selbst Mitglied in einem Segelklub und kenne weitere Klubs – an der Kieler Förde und an der gesamten Ostseeküste führen öffentliche Wege über nahezu jedes Vereinsgelände.“

 Ortstermin auf dem Gelände des PSV: Vorsitzender Ulrich Fehlberg würde den Bau lieber heute als morgen verwirklicht sehen, um den jüngsten Mitgliedern des Vereins das Hobby Segeln noch schmackhafter zu machen. Die klassischen Ausbildungsboote, die kleinen Optimisten, könnten in der geplanten Halle auf Trailern untergebracht und von den jungen Menschen problemlos zu Wasser gebracht werden. Außerdem könne man den kleinen Gruppenraum und die nicht mehr zeitgemäßen Umkleiden, die in einem Anbau eines bestehenden Bootschuppens untergebracht sind, modernisieren und vergrößern, wenn die Boote an anderer Stelle untergebracht wären. Da die geplante Halle nicht höher sei als die Hecke zur Straße, könne nicht die Rede davon sein, dass man von der Straße aus nicht mehr über den See blicken könne. Das sei für normal große Menschen auch jetzt nicht möglich.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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