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Positive Tourismus-Bilanz

Holsteinische Schweiz Positive Tourismus-Bilanz

„Es ist großartig, was sie für unsere Feriengäste auf die Beine stellen!“ Dem Lob von Petra Weydmann aus Preetz beim Treffen der Tourismusanbieter in Plön und Umgebung war angesichts einer beeindruckenden Jahresbilanz nichts hinzuzufügen.

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Annika Rüting und Lisa von Kiedrowski von der Tourist-Info Großer Plöner See im Plöner Bahnhofsgebäude haben für jede Nachfrage die passende Broschüre.

Quelle: Peter Thoms

Plön. Rund 30 Zimmervermieter zollten den zehn Mitarbeitern der Tourist-Info Großer Plöner See beziehungsweise der Tourismuszentrale Holsteinische Schweiz (TZSH) Applaus.

 Der Vorsteher des Zweckverbands TZSH, Jens Paustian, hatte schon bei der Begrüßung den wohl größten Erfolg des Verbandes herausgestellt: Der dritte Preis bei einem ADAC-Wettbewerb für die Aktion „Nachtgeflüster“. Diese Idee hatten die TZSH-Mitarbeiter um Geschäftsführerin Caroline Backmann entwickelt. Gemeinsam mit vielen Vereinen und Verbänden wurden 44 verschiedene Möglichkeiten zusammengestellt, auch nach Sonnenuntergang noch etwas zu erleben. Ob abendliche Kanutour, nächtlicher Besuch bei einem Jäger (Motto „Hochsitz statt Tiefschlaf“), Stegkonzerte in der Dämmerung oder Entdeckungstouren nur mit Taschenlampen im dunklen Museum: An die 7000 Nachtschwärmer waren von dem Freizeitevent zu ungewöhnlicher Stunde an ihrem Ferienort derart begeistert, dass diese Aktion auch in diesem Jahr angeboten und um weitere Attraktionen erweitert wird.

 Das „Nachtgeflüster“ ist nach Angaben von Caroline Backmann neben den Picknick-Angeboten, den Ateliertagen und den ab 2017 geplanten Garten-Aktionen nur ein Baustein des Kampagnenmanagements, das sich der Verband 35000 Euro im Jahr kosten lässt. Im Vergleich zu den 155000 Euro, die das klassische Marketing für Messen, Anzeigen und Flyer verschlingt, eine vergleichsweise geringe Summe, die das Image der TZSH in der Region aber gesteigert habe. „Statt Geld stecken wir in die Kampagnen eben umso mehr Kreativität“, lobte Backmann ihre Mitarbeiter und alle Kooperationspartner.

 Die klassische Arbeit einer Tourist-Information, die Zimmervermittlung, spielt angesichts vieler Buchungsmöglichkeiten über das Internet nicht mehr die Hauptrolle. Die vor Jahren beschlossene gemeinsame Vermarktung der Region durch Tourismusanbieter und Tourismuszentrale sei eine gute Idee gewesen. „Wir sind nicht neidisch auf externe Buchungsportale“, so Backmann: „Egal, wie die Gäste in die Region kommen – Hauptsache, sie kommen!“ Sie appellierte aber an die Vermieter, belegte Zimmer oder Appartements sofort zu melden, damit man keinem Gast aus Versehen eine bereits belegte Unterkunft empfiehlt. Immer mehr Gäste würden immer kurzfristiger buchen. 40 Prozent der Urlauber entscheiden sich erst fünf Tage oder noch kurzfristiger für ein Reiseziel.

 Bei dieser Gelegenheit räumte Caroline Backmann mit der Mär auf, im Winter habe eine Tourist-Info ja eigentlich kaum etwas zu tun: Natürlich gäbe es die Spitzenbelastung im Juli und August, die rund 45 Prozent der Arbeit ausmachten, aber die restlichen 55 Prozent verteilen sich weitgehend gleichmäßig auf die übrigen zehn Monate. Dazu zählen neben der Bearbeitung von Anfragen die Organisation von rund 400 Führungen mit zusammen mehr als 6000 Besuchern, der Betrieb des Bistros im Bahnhof und nicht zuletzt die Buchungsvorgänge für die Bahn, die einen Umsatz von 430000 Euro generierten.

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Ein Artikel von
Peter Thoms
Redaktion Ostholsteiner Zeitung/stellv. Ressortleiter

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