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Verdienstkreuz für „Anwalt der Natur“

Postfeld Verdienstkreuz für „Anwalt der Natur“

Seit über fünf Jahrzehnten engagiert sich Volkher Looft als „Anwalt der Natur“. Dafür erhielt der Postfelder am Montag von Ministerpräsident Torsten Albig das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Aber Naturschutz ist nicht sein einziges Hobby.

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Immer die Vögel im Blick: Volker Looft am Postsee.

Quelle: Silke Rönnau

Postfeld. Geboren wurde Volkher Looft 1941 in Oschersleben bei Magdeburg. Die Familie flüchtete 1945 nach Itzehoe und lebte zunächst bei Verwandten auf einem Bauernhof und später in der Nähe von Schleswig an der Schlei. Mit 13 trat er in den damaligen Bund für Vogelschutz ein. Ein überwältigendes Erlebnis war ein Ausflug zur Nordseeküste mit der Beobachtung von Wasservögeln.

Nach dem Abitur studierte er zunächst Zahnmedizin, bevor er auf Lehramt umsattelte und anschließend 40 Jahre lang als Lehrer an einer Hauptschule arbeitete. 1980 gehörte er zu den Mitgründern der Arbeitsgemeinschaft „Rettet die Feuchtgebiete“, die verschiedenen Naturschutzgebieten zum Durchbruch verhalf. Seit 1997 ist er als Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes tätig. „Hauptanliegen von Volkher Looft ist die Bündelung aller Kräfte im Natur- und Umweltschutz zugunsten des gemeinsamen Ziels, eine zukunftsfähige Politik für Nachhaltigkeit und Naturschutz zu betreiben“, heißt es in der Laudatio des Landes. Als Vogelkundler setze er sich außerdem besonders für Wasseramseln und Greifvögel ein.

Looft ist Autor beziehungsweise Mitautor zahlreicher Publikationen über die Vogelwelt Schleswig-Holsteins. Daneben kartiert und beringt er seit über 50 Jahren Vögel und leitet in der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Schleswig-Holstein die Projektgruppe „Greifvogelschutz“. Seit mehr als 50 Jahren betreibt er auch Habichtforschung. Seine Ergebnisse will er in dem Buch „Habichtjahre“ schildern.

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