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Baupläne am Wasserwerk

Preetz Baupläne am Wasserwerk

An der Straße Zum Wasserwerk in Preetz sollen zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Es könnten aber noch weitere Bauplätze entstehen. Diese Ideen wurden jetzt im Vorentwurf für die Änderung des Bebauungsplans „Nördlich des Hufenwegs/westlich der Bahn – Teilgebiet Zum Wasserwerk“ vorgestellt.

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Auf dem bisherigen Gelände des Wasserwerks könnten vier neue Bauplätze entstehen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Das Gebiet befindet sich zwischen dem Fachmarktzentrum auf der einen und dem Wohngebiet auf der anderen Seite. Der Vorentwurf ist in vier Abschnitte aufgeteilt. Direkt am Hufenweg steht derzeit ein Einzelhaus. Dieser Bereich sei weiter als Mischgebiet vorgesehen, erläuterte Planer Uwe Czierlinski im Ausschuss für Bauplanung.

 Ein neues Gebäude dürfte maximal zweigeschossig sein. Festgelegt seien außerdem ein geneigtes Dach und eine maximale Höhe von gut zehn Metern. Nördlich davon liege ein Getränkemarkt. Diese Fläche sei derzeit auch als Sondergebiet mit der Bestimmung Getränkemarkt ausgewiesen. Der Eigentümer habe keine anderen Pläne. „Trotzdem sollten wir Einzelhandel statt Getränkemarkt eintragen – damit haben wir mehr Freiheit für eine Nachnutzung“, so der Planer.

 Dahinter steht zurzeit noch der ehemalige Schulwald. Dort sollen zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwölf Wohneinheiten sowie einer Carport- und Stellplatzanlage gebaut werden. Die Begehung des Biologen habe zu einem ungünstigen Zeitpunkt stattgefunden: Das Vorkommen von Kammmolch, Grasfrosch und Dohle könne nicht ausgeschlossen werden, was Auswirkungen auf die Fäll- und Abrisszeiten hätte, so der Planer. Deshalb soll im Frühjahr eine weitere Begehung folgen. Für die fünf nachgewiesenen Fledermausarten sollen an fünf Standorten Kästen in mindestens zwei Metern Höhe aufgehängt werden.

 Auch auf dem Areal mit dem Wasserwerk sind Veränderungen vorgesehen. Die Stadtwerke Kiel planen mittelfristig einen Neubau, der versetzt zum bisherigen Gebäude entstehen soll. „Der Bedarf für die Trinkwasserversorgung ist im Laufe der Jahre gestiegen“, so Czierlinski. Neue Trinkwasserbehälter sollen ebenfalls auf dem ehemaligen Schulwaldgelände entstehen. „Bisher ist aber noch nicht klar, ob unterirdisch oder freistehend“, erläuterte er. Durch die Bauarbeiten sei der größte Teil des Baumbestandes nicht zu retten. Dafür sei bereits vor Jahren von der unteren Forstbehörde ein dreimal größerer Ersatz gepflanzt worden.

 Die bisher wassergebundene Straße soll vom Investor der Mehrfamilienhäuser befestigt werden, ohne dass die jetzigen Anwohner zahlen müssen. „Man kann überlegen, die Straße bis zur Theodor-Storm-Straße zu verlängern“, schlug Czierlinski vor. So könnten auf dem bisherigen Wasserwerksgelände vier neue Baugrundstücke erschlossen werden. Die Straße solle nur für Fußgänger, Radfahrer und Rettungsfahrzeuge durchgängig sein. Wo genau ein Poller aufgestellt werde, sei aber noch nicht entschieden.

 Der Bauausschuss konnte sich mit diesen Plänen anfreunden und beschloss den Vorentwurf einstimmig bei einer Enthaltung.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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