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Björn Demmin entscheidet Stichwahl für sich

Neuer Bürgermeister in Preetz Björn Demmin entscheidet Stichwahl für sich

Björn Demmin wird neuer Bürgermeister der Stadt Preetz. Mit 58,89 Prozent der Stimmen lag er am Sonntag in der Stichwahl deutlich vor Jan Birk. Schon im ersten Wahlgang mit fünf Kandidaten hatte Demmin mit 37,14 Prozent das mit Abstand beste Ergebnis erzielt.

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Wolfgang Schneider (rechts) überreicht Björn Demmin etwas zur Stärkung für die Arbeit im Preetzer Rathaus.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Als Demmin kurz vor dem Ergebnis des ersten Wahlbezirks im Ratssaal eintraf, wirkte er noch nervös. Er sei „natürlich etwas angespannt“, sagte er. „So oder so“ werde es nun endlich eine Entscheidung geben: „Das waren sechs Monate – das reicht jetzt.“

Als Jan Birk wenige Minuten später erschien, war im Grunde genommen schon alles gelaufen: Im Wahlbezirk vier holte Demmin etwas mehr als zwei Drittel der Stimmen, auch den Bezirk drei gewann er mit großem Abstand. „Ich mache mir da jetzt keine Illusionen mehr“, meinte ein enttäuschter und überraschter Birk: „Ich habe sehr viel Zuspruch gehabt.“

War das erste Ergebnis noch mit eher verhaltenem Applaus und einigen überraschten Rufen aufgenommen worden, blieb es danach ruhig im Saal. Erst als der noch amtierende Bürgermeister und Wahlleiter Wolfgang Schneider in rascher Folge immer mehr Ergebnisse präsentierte, wurde der Beifall stärker und wandelte sich zum Teil in Jubel.

Während Jan Birk mit versteinerter Miene die weiteren Ergebnisse verfolgte, löste sich bei Demmin nun sichtlich die Stimmung und er führte lockere Gespräche. „Mir ist ein bisschen Ballast vom Herzen gefallen“, meinte er. Gestört hat (nicht nur) ihn die im Laufe des Wahlabends rasch schlecht werdende Luft im Ratssaal. Als Bürgermeister wolle er für eine bessere Lüftung sorgen, versprach Demmin. „Mau“ fand er die Wahlbeteiligung, die zu diesem Zeitpunkt noch bei nur 36 Prozent lag. Bis dahin fehlte aber auch der Wahlbezirk mit den Briefwählern.

Wenige Minuten später war dann endgültig klar, dass Demmin die Stichwahl gewonnen hatte. Zunächst verkündete Schneider aber die wie schon im ersten Wahlgang wieder mit rund 48 Prozent relativ hohe Wahlbeteiligung, die ebenso mit großem Beifall bedacht wurde wie das Ergebnis. Auf dem Weg zu dem nun am Stehpult stehenden Schneider schaute Demmin noch mal auf den Bildschirm auf dessen Schreibtisch, als könne er die Zahlen selbst kaum glauben.

Als Schneider auch Birk nach vorn bat, erhielt auch der großen Beifall. Birk bedankte sich nicht nur bei seinen Wählern und Unterstützern, sondern bei allen fünf Kandidaten für einen durchgehend fairen Wahlkampf: „Ich glaube, da träumen andere von, wie fair das hier in Preetz war.“ Der Leiter des Umweltamtes der Stadt sagte, er habe keine Bedenken, mit Demmin als Chef gut und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.

Schneider beglückwünschte Demmin zu seinem neuen Amt: „Das ist ein wunderbares Amt, das zweitbeste nach dem Papst, aber es ist auch anstrengend.“ Deshalb schenkte er ihm „etwas zur Entspannung“, einen Karton mit Preetzer Likör und Sekt.

„Ja, jetzt ist es soweit, tatsächlich“, sagte Demmin und dankte für das „überwältigende“ Ergebnis: „Ich freue mich auf eine große Herausforderung. Jetzt geht es ja erst am 1. September los.“ Wolfgang Schneider habe große Fußstapfen hinterlassen, aber er werde eigene Wege gehen.

Der erste Weg ging allerdings zur Feier mit seinen Unterstützern. Die hatte er zuvor schon angekündigt, „egal wie es ausgeht“. Als sich dann sein deutlicher Sieg abzeichnete, meinte er, „das wird eine kurze Nacht“.

Der 41-Jährige, der derzeit noch als Pressesprecher des Kreises Plön arbeitet, wollte noch mit Landrätin Stephanie Ladwig klären, ob er am Montag vielleicht etwas später anfangen könne.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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