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Das Örtchen bleibt weiterhin still

Preetz Das Örtchen bleibt weiterhin still

Schön sieht er von außen aus, der Preetzer Bahnhof. Weniger schön jedoch gestaltet sich die Situation um die dortigen Toiletten. Denn diese sind seit September 2014 zu. Wer ein dringendes Bedürfnis hat, muss auf das nächste öffentliche WC in der Mühlenstraße ausweichen.

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Leider geschlossen: Das Bahnhofs-WC erregt die Gemüter.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Ewige Diskussionen zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt Preetz pflastern den langen Weg der nicht nutzbaren stillen Örtchen. Denn: Ein Vertrag aus dem Jahr 1992 zwischen der DB und der Stadt besagt, dass Preetz die WC-Anlage quasi „geschenkt“ bekommt und diese dafür betreiben muss. „In diesem Vertrag ist geregelt, dass 2012 die Anlage komplett saniert werden sollte“, so Anna Katharina Bilk von der Preetzer Stadtverwaltung, sie ist zuständig für die Liegenschaften.

 Die Stadt sei damals bestrebt gewesen, die Nutzung der WCs fortzuführen, denn: „sonst wäre die Anlage geschlossen worden“, so Bilk. Allerdings ist sie das jetzt auch. „Laut DB sind dort auf unsere Aufforderung und dem Hinweis aus dem Vertrag gut 20000 Euro für die Sanierung investiert worden.“ Was jetzt jedoch immer noch nicht geht: Im Damen-WC ist kein Wasser, und es lässt sich nicht schließen.

 Zwar hat die Bahn neue Seifenspender installiert, viele Fliesen neu verfugt und die WC-Becken ausgewechselt, doch seit über einem Dreivierteljahr ist die Anlage geschlossen. „Wir mussten im Juli 2014 mit Anwalt drohen, dann ging es langsam voran“, so Bilk.

 Das ärgert nicht nur die Stadt und die Bevölkerung, sondern auch Janni Zapounidis vom griechischen Restaurant Akropolis, das im Bahnhof ist. „Es ist eine absolute Frechheit, dass die Toiletten immer noch zu sind“, findet er. Und das aus gutem Grund: „Andauernd kommen Menschen zu uns ins Restaurant und wollen unsere Toilette benutzen. Da sagen wir ja nicht nein, aber das geht alles auf unsere Kosten.“ Zapounidis ist genervt. Andauernd müsse sauber gemacht werden, das genutzte Spülwasser gehe unter anderem schließlich auf seine Rechnung.

 „Fünf bis zehn Personen sind es täglich. Wenn Veranstaltungen sind, wie etwa die Kieler Woche, noch viel mehr. Schlimm ist es besonders dann, wenn einige dabei sind, die noch unverschämt und frech werden.“ Zapounidis hofft nun auf eine baldige Öffnung der Anlage.

 „Einige Posten sind noch offen“, so Daniel Duschel, Arbeitsgebietsleiter Anlagenmanagement, und zuständig für die Instandsetzung. Auf Nachfrage sagt Duschel: „Ich dachte, es sei jetzt alles fertig. Wir warten nur noch darauf, dass die letzten Mängel abgestellt sind.“

 Wenn dem dann so ist, wird das Örtchen wieder täglich ab etwa 7 Uhr geöffnet sein und zwischen 18 und 20 Uhr schließen, bei Veranstaltungen ist es länger geöffnet.

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Claudia Josefus-Szellas

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