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Eine Chefin für die Polizeistation

Premiere in Preetz Eine Chefin für die Polizeistation

Sie ist die erste Frau im Kreis Plön, die eine Polizeidienststelle übernimmt: Seit dem 1. April leitet Tanja Müller-Brix die Station Preetz. Unterstützt wird sie dabei von ihrem neuen Stellvertreter Sönke Wiese, der zuvor die Station in Selent geführt hatte. Beide fühlen sich im Kreis „tief verwurzelt“.

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Sie bilden das neue Führungsteam der Polizei in Preetz: Tanja Müller-Brix und Sönke Wiese.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die 45-jährige Polizeihauptkommissarin arbeitet bereits seit Oktober 2010 in der Schusterstadt – als Vertreterin und Leiterin des Ermittlungsdienstes. „Wir sind 1987 zusammen eingestellt worden“, verriet Michael Martins, Leiter des Polizeireviers Plön, schmunzelnd. Dann hätten sich ihre Wege jedoch zunächst getrennt. Tanja Müller-Brix’ Stationen waren die 2. Einsatzhundertschaft Kiel und das 3. Polizeirevier Lübeck, bevor sie von 1996 bis 1998 die Ausbildung für den gehobenen Dienst absolvierte. Danach arbeitete sie als Truppführerin im Schwerlasttrupp des Polizeibezirksreviers (PBR) Plön und war dort auch Vertreterin.

 In Preetz setzte sich die Mutter einer Tochter jetzt gegen 20 Bewerber durch. Die Station ist mit ihren 21 Mitarbeitern die größte im Kreis und für rund 25000 Einwohner in der Stadt und im Amt Preetz-Land zuständig.

 Der 56-jährige Polizeihauptkommissar Sönke Wiese war direkt nach seiner Ausbildung schon einmal in Preetz tätig, bevor er 1988 nach Plön versetzt wurde. 1993 begann seine Ausbildung zum gehobenen Dienst. Nach einem sechsmonatigen Ausflug zum PBR Eutin kehrte er 1997 als Dienstgruppenleiter zur Polizeizentralstation Plön zurück. 2001 wurde er Leiter der Station Selent, die im Zuge der Strukturreform aufgelöst wurde. „Er kennt Land und Leute aus dem Effeff“, lobt Martins.

 Die Umsetzung dieser Reform vor Ort ist nun auch eine der dringlichsten Aufgaben. Weitere Schwerpunkte sieht das neue Führungsteam in der Jugendarbeit. Beide freuen sich über die enge Zusammenarbeit mit den Schulen, dem Streetworker und den Behörden. Tanja Müller-Brix nennt häusliche Gewalt als weiteren Schwerpunkt. Dabei gehe es nicht nur um die Strafverfolgung, sondern auch um Beratung und Hilfe für die Opfer, betont sie.

 Aber auch die Mitarbeiterführung haben sie im Blick. „Der Beruf ist mit den Jahren nicht einfacher geworden: Den Polizisten wird viel abverlangt, und die Einsätze werden belastender“, so Tanja Müller-Brix.

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