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Falschparker blockieren Rettungsweg

Preetz Falschparker blockieren Rettungsweg

Den Anwohnern im Drosselweg 8 bis 22 in Preetz reicht es. Die Straße, die zu ihrem Wohnabschnitt führt, ist durch eine Biegung geprägt. Das Problem: „Ständig stehen hier Autos in der 90-Grad-Kurve, und es kommt kaum einer vorbei“, so Sigrid Kaßen. Als vor einem Jahr ein Rettungswagen stecken blieb, wandten sich die Betroffenen an die Behörden. „Es geschah nichts“, sagt Kaßen.

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Ihnen reicht das wilde Parken in der Kurve am Drosselweg: Sigrid Kaßen, Kirsten Jarre, Hildegard Martin und Anke Albers (von links).

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Die Reihenhäuser im Drosselweg liegen idyllisch: Am Ende ist ein Wendehammer. Doch mit der Ruhe ist es hier längst vorbei. „Ständig ist die Kurve zugeparkt, vor allem abends. Den Bürgersteig kann man auch kaum nutzen, da viele zudem noch mit einem Wagenrad darauf stehen“, erzählt Gabi Bredereck. Komme man in die Straße, sähe man so gut wie nichts. „Es ist total eng“, sagt sie.

 Sigrid Kaßen ist so genervt von der gesamten Misere, dass sie sich, wie andere auch, den Vorgarten zur Parkfläche umgestaltet hat. „Zu der Situation in der Kurve kommt hinzu, dass man hier mit einem größeren Wagen nicht durchkommt“, erklärt sie. Denn: „Auf der anderen Straßenseite ist eine kleine Steinmauer.“ Seit 30 Jahren wohne sie hier. „Was muss denn passieren, damit dem wilden Parken ein Ende gesetzt wird?“, fragt sie.

 Anke Albers spricht Klartext: „Wenn wir einen Notfall haben würden, käme der Krankenwagen gar nicht hier durch, ganz zu schweigen von einem Feuerwehrauto.“ Vor einem Jahr habe es genau diese Situation gegeben, so Kaßen: „Der Rettungswagen musste vor Garagen parken, da er keinen Platz hatte.“ Das unterstreicht Kirsten Jarre: „Abends ist es immer voll in der Kurve. Hier muss sich was ändern, und man sollte nicht so lange warten, bis etwas passiert.“

 Jeder Mensch, der einen Führerschein habe, wisse doch, dass man dort nicht parken dürfe, so die Anwohner unisono. Das gleiche gilt für den Wendehammer, aber auch der sei ständig mit Pkw besetzt. Fährt man in den Drosselweg hinein und an der besagten Stelle parkt ein Auto, kann man durch die rechtsseitige Begrünung nicht sehen, ob jemand von vorne kommt.

 Die verärgerten Preetzer fühlen sich alleine gelassen. Kaßen, die für die Betroffenen spricht, sagt: „Wir haben schon Anzeigen mit Fotos bei der Polizei gestellt. Aber eigentlich ist das nicht unser Job.“ Der zuständige Sachbearbeiter ist momentan im Urlaub. Aus dem Rathaus heißt es jedoch ganz klar: „Wer nicht weiß, dass er an unübersichtlichen Stellen nicht parken darf, der sollte zu einer Nachschulung.“

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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