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Kritische Töne beim Neujahrsempfang

Preetz Kritische Töne beim Neujahrsempfang

Die Gäste des Neujahrsempfangs in Preetz nutzten die entspannte Atmosphäre am Sonntag für angeregte Gespräche. Bei den Gastreden aber gab es auch kritische Töne. So knöpfte sich Kreispräsident Peter Sönnichsen die politische Großwetterlage vor.

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Inga Feldmann, die Leiterin der Volkshochschule Preetz und Mitorganisatorin des ersten Preetzer Poetry Slam im März 2017, erhielt beim Neujahrsempfang mit ihrem liebevollen Preetz-Porträt in Reim-Form begeisterten Applaus auch von Bürgermeister Björn Demmin, der sich diesen Vortrag extra gewünscht hatte.

Quelle: Anne Gothsch

Preetz. Bei dem, was sich da an dunklen Wolken zusammenbraue, könne einem schon Angst und Bange werden, hieß es sinngemäß. Peter Sönnichsen und Hans-Jürgen Gärtner, der Preetzer Bürgervorsteher, machten zudem ihrem Ärger über die Bundespolitik unverhohlen Luft. „Erst gibt es großes Wahlkampfgetöse, dann wird gewählt und kurz darauf schlagen sich alle in die Büsche - dafür habe ich kein Verständnis“, wetterte Sönnichsen. Manchmal habe er das Gefühl, Deutschland funktioniere nicht, weil es regiert, sondern obwohl es regiert werde. Gärtner führte detailliert auf, mit welcher immensen Summe an Steuergeldern und zahlreichen Vergünstigungen jeder einzelne der aktuell 709 Bundestagsabgeordneten ausgestattet ist. Da müsse man doch wohl erwarten können, dass zum Wohl der ganzen Gesellschaft gearbeitet und Verantwortung übernommen werde, meinte der Bürgervorsteher.
 

Lob für Schusterfest und Sommeroper

Bürgermeister Björn Demmin nutzte den Stein als Metapher und erinnerte an herausragende Veranstaltungen wie das Schusterfest und die Premiere der Sommeroper 2017 auf den Pflastersteinen des Preetzer Marktplatzes. Der habe dann jedoch ab Herbst für ganz andere, negative Schlagzeilen gesorgt. Stein des Anstoßes seien Treffen von Jugendlichen gewesen, bei denen es zu Ausschreitungen, Beleidigungen und gar Körperverletzungen gekommen sei, so Demmin. Als Lösung setzte die Stadt auf eine Mischung aus Prävention, Freizeitangeboten und polizeilicher Präsenz. Mit Blick auf die rege Bautätigkeit sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich gelte der Stein aber auch als Zeichen für Standortqualität und Optimismus.

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