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Leckereien zum Ende der Fastenzeit

Preetz Leckereien zum Ende der Fastenzeit

„Die Stühle reichen gar nicht, viele müssen stehen“, sagte die Preetzer Flüchtlingsbeauftragte Maren Sterzik und schaute erfreut auf die dichtgedrängte Besucherschar im Haus der Diakonie. Das Zuckerfest zum Ende des Fastenmonats Ramadan hatte viele Gäste angelockt.

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Anziehungspunkt beim Zuckerfest war natürlich das Büfett mit süßen Köstlichkeiten.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Es war bereits das zweite Begegnungsfest, zu dem die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe Preetz mit ihrem Arbeitskreis Alltagsleben und Kultur eingeladen hatte. „Vor Weihnachten hatten die Menschen unsere Tradition mit Weihnachtsmann und Bescherung kennengelernt, jetzt lernen wir das Zuckerfest kennen“, erklärte Pastor Christoph Pfeifer und lobte den Arbeitskreis für seine tollen Ideen. Gerade durch die gemeinsamen Feiern entstünden Nähe und Integration.

Das war schon bei der Begrüßung zu beobachten. „Alte“ Preetzer schüttelten den Neubürgern die Hand, andere fielen sich in die Arme. Ein Flüchtlingsmädchen nahm strahlend eine ältere Dame an die Hand und führte diese zu seiner Familie. Vor allem die Kinder bildeten kleine Grüppchen, warfen neugierige Blicke auf das Büfett und naschten die ersten Smarties vom Tisch. „Wir wollen nicht nur zeigen, welche Feste wir haben – wir sind auch neugierig auf die Feste, die ihr feiert“, sagte Julia Koch vom Arbeitskreis.

Mit dem dreitägigen Zuckerfest zelebrieren die Muslime das Ende der vierwöchigen Fastenzeit, in der sie von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang nichts essen und trinken dürfen. Für die meisten Anwesenden war es das erste Zuckerfest in Deutschland. Qudret Karemi (19) aus Afghanistan berichtete am Mikrofon, wie in seiner Heimat das Ende des Ramadan begangen wird. „Wir gehen am ersten Tag nicht zur Arbeit, sondern zur Moschee und auf den Friedhof.“ Und dann komme man mit der Familie zusammen. „Manchmal trifft sich die ganze große Familie an einem Ort, und wir essen viel und gut“, sagte er. Die Kinder gingen zu den Nachbarn und erhielten dort Schokolade und Bonbons, manchmal auch ein bisschen Geld. Und man wünsche sich etwas, was er nun auch tun wolle: „Ich wünsche euch ein gutes Fest!“

Bevor die Mädchen und Jungen an die verschiedenen Spielestationen stürmten, die die evangelische Jugend draußen auf dem Rasen aufgebaut hatte, sangen sie ein arabisches Kinderlied. „Singt mit uns, oh Kinder dieser Welt, durch euer Glück und unser Glück bauen wir die Herrlichkeit dieser Welt auf...“ Danach warfen sie Blumen ins Publikum. Und dann drängten sich die Besucher am Büfett, für das zahlreiche Leckereien gespendet worden waren.

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Lütjenburg
Bild: Ismail Sarwari aus Afghanistan feiert mit seinem Sohn Shayan und seiner Frau Sharmilla das Ende der Fastenzeit in der Lütjenburger Landesunterkunft. Das traditionelle Zuckerfest feiern Muslime fröhlich, bunt und mit vielen süßen Speisen.

Auf den Tischen liegt buntes Konfetti. Aus dem Rekorder ertönt arabische Musik. Kinder lachen. Und am Büfett stapeln sich Donauwellen und gebackene Spezialitäten aus dem Orient. In der Landesunterkunft in Lütjenburg feiern 30 Muslime das Ende der Fastenzeit mit dem traditionellen Zuckerfest.

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