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Marktplatz wird barrierefrei

Preetz Marktplatz wird barrierefrei

Für Menschen mit Rollator oder im Rollstuhl wird es bald einfacher, sich rund um den Marktplatz in Preetz zu bewegen. Der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau brachte einstimmig die Verfugung des Pflasters auf den Weg. Nur eine spezielle Querung des Markts soll erst 2017 kommen.

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Auch die Lange Brückstaße soll verfugt werden. Der Ausschuss für Hoch- und Tiefbau hatte schon im Juni bei einem Ortstermin mit Ingenieur Arnd Hinz (Mitte) und Behindertenberater Hans-Jürgen Biastoch (rechts daneben) mögliche Maßnahmen erörtert, um die Innenstadt behindertengerechter zu gestalten.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Immer wieder hatten sich Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen über die holperige Pflasterung des Markts beklagt. Auf dem Gehweg rund um die Fläche in der Innenstadt wurde damals bei der Umgestaltung zwar ein Klinkerband gelegt, das aber auch immer wieder durch Klein-steinpflasterflächen unterbrochen wird. Diese sollen nun abgerüttelt und mit einem Epoxidharz-Mörtel verfugt werden. Die gleiche Maßnahme ist für die Lange Brückstraße vorgesehen. Wenn der Test erfolgreich verläuft, soll im kommenden Jahr auch eine Fläche als Querung über den Marktplatz ausgefüllt werden.

Bei einem Ortstermin Mitte Juni hatten sich die Ausschussmitglieder zusammen mit Ingenieur Arnd Hinz die betroffenen Flächen angeschaut. Weitere Verbesserungen könnten ebenfalls 2017 folgen, wie beispielsweise eine Querung der Kirchenstraße zwischen Arko und Kino sowie eine Querung der Bahnhofstraße. Außerdem sollen die Behindertenparkplätze vor der Volksbank in die Bahnhofstraße wandern und dafür zwei Taxiplätze auf den Markt verlegt werden.

Weiteres Thema war der behindertengerechte Umbau von Bushaltestellen. In diesem Jahr standen drei Projekte in der Königsberger Straße, im Castöhlenweg und im Rethwischer Weg auf dem Programm. Doch der Förderanteil des Kreises sank von 75 auf nur noch 31 Prozent, sodass eingeplante Fördermittel in Höhe von 60000 Euro wegbrachen. Die teuerste Maßnahme am Schulzentrum im Castöhlenweg mit geschätzten Kosten von rund 90000 Euro soll deshalb laut einstimmigem Beschluss auf nächstes Jahr verschoben werden. Geplant sei aber eine Zwischenlösung mit einem zweiten Buswartehäuschen, erklärte Ausschussvorsitzender Norbert Maroses: „Das war ein Schülerwunsch in der Jugendstadtvertretung – wenn wir das nicht machen, wäre das kein gutes Signal.“ Ebenfalls ohne Gegenstimme wurde in der harmonischen Sitzung beschlossen, dass die Stadt Preetz Mitglied bei Rad.SH wird. Mit Hilfe der kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Radverkehrsförderung in Schleswig-Holstein soll der Fahrradverkehr weiterentwickelt und attraktiver gestaltet werden. Der Jahresbeitrag beträgt 1000 Euro. Der Ausschuss erhofft sich Vorschläge für die Radwege-Gestaltung an der Schwentine-/Klosterstraße.

„Völlig überraschend“, so Maroses, kam für den Ausschuss das Ergebnis einer Ortsbesichtigung in der Mühlenstraße mit Vertretern der Verkehrsaufsicht, der Polizei und des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Dort plante die Stadt die Markierung eines Fahrradstreifens in Gegenrichtung zur Einbahnstraße. Doch der sei gar nicht notwendig, damit die Radfahrer vom Markt Richtung Schwentinestraße radeln können, so die Aussage der Fachleute. „Vor zwei Jahren war das noch abgelehnt worden“, wunderte sich Maroses.

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Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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