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Mehr Wespenstiche als üblich

Preetz Mehr Wespenstiche als üblich

Wespen waren in diesem Sommer auch im Kreis Plön ein großes Thema. Was die Menschen bei schönem Wetter erfreute, das lockte auch die Wespen zahlreich hervor. Die Klinik Preetz und Ärzte hatten vermehrt mit gestochenen Patienten zu tun. Für Feuerwehr und Nabu stellte das Insekt kein Problem dar.

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Eine Wespe sitzt auf einer Brombeere und nascht. Das warme und trockene Wetter in diesem Sommer hat Deutschland eine Wespen-Plage bereitet. Auch im Raum Preetz haben die Insekten öfter als gewöhnlich zugestochen.

Quelle: Jochen Lübke

Preetz. „Wir hatten mehr Fälle mit Wespenstichen als in den Jahren zuvor“, sagt Petra Schmidt-Heß. Sie ist stellvertretende Pflegedienstleiterin der Klinik Preetz. „Zwei bis sechs Patienten pro Tag mussten behandelt werden“, so Schmidt-Heß. Meistens seien es eher harmlose Stiche in Beine oder Arme gewesen, die angeschwollen waren. Jedoch: „Zwei Menschen wurden in den Hals und Mund gestochen und mussten stationär aufgenommen werden.“

 Dr. Thomas Lenk aus Preetz schätzt die Wespen in diesem warmen Sommer ebenfalls eher als Plage ein. Fünf bis sechs Patienten seien vorstellig geworden, heißt es aus der Praxis. „Dabei sind es häufig Rötungen und angeschwollene Stichstellen, die wir hatten, aber durchaus harmlos“, so der Arzt. Völlig harmlos und entspannt ist unterdessen Brandmeister Jens Klotz beim Thema Wespen. „Im Verhältnis zu den Jahren zuvor hatten wir in diesem Sommer weniger Einsätze“, sagt er auf Nachfrage. Zwei Wespennester habe die Feuerwehr abgenommen und versetzt. Das sei eher untypisch, aber gut so.

 Konrad Olexik vom Wespeninformationszentrum in Lütjenburg bestätigt, dass es durchaus mehr dieser fliegenden Insekten gab. „Das ist ganz simpel dem guten Wetter geschuldet“, erläutert Olexik. Dabei seien vor allem zwei Arten in unseren Gefilden zu beobachten: die deutsche und die gewöhnliche Wespe. „Sie schwirren um süßen Kuchen, Pflaumen und anderes herum. Stechen wollen sie eigentlich gar nicht, das passiert nur, wenn man nach ihnen schlägt.“

 Harald Christiansen, Vorsitzender des Nabu in Preetz, meint: „Die Wespenplage, die so oft beschrieben wird, sehen wir eher nicht so. Das Brutgeschäft ist erledigt, und dann düsen die Tiere quasi ziellos durch die Gegend.“ Und dabei treffen sie auf Menschen, die oft in Panik versuchen, Wespen wegzuschlagen oder wegzupusten. „Den Sauerstoff mögen die gar nicht, dadurch werden sie wild“, erläutert Schmidt-Heß von der Klinik Preetz.

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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