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Mit einer Leihleiter zum Einsatz

Preetz Mit einer Leihleiter zum Einsatz

Der Otto-Normal-Verbraucher kennt das gut: In regelmäßigen Abständen muss der Pkw in die Inspektion. Das gilt auch für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr Preetz. Nach zehn Jahren stand nämlich jetzt der große Check für den Leiterwagen an – deshalb musste eine Leihleiter her.

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Rolf Brüning, Gruppenführer der Reserveabteilung, fährt den Leiterwagen bei der Feuerwehr Preetz – auch den Leihwagen.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Wer momentan an der Feuerwache vorbeikommt, der wird einen Leiterwagen aus dem Jahr 1990 mit Kennzeichen GER für Germersheim vorfinden. „Unser Einsatzfahrzeug musste nach zehn Jahren zur vorgeschriebenen großen Inspektion“, erläutert Wehrführer Walter Lamp. Es gibt einen Unterschied zum Pkw-Werkstattaufenthalt: „Der Aufwand, hier alles auf Sicherheit durchzuchecken, ist sehr groß. Denn unter anderem wird alles Hydraulische genau unter die Lupe genommen, und Updates für die Elektronik werden aufgespielt.“

 Morgens hinbringen und abends wieder abholen, das geht im Gegensatz zum „Normal-Pkw“ bei dem so wichtigen Helfer im Notfall nicht. „Bis zu sechs Wochen kann das Prozedere dauern“, so Lamp. Dafür musste der Wagen von den Feuerwehrmännern über 700 Kilometer durch die Republik gefahren werden. In Karlsruhe bei dem Spezialhersteller Metz wird er nun auf Herz und Nieren geprüft. „Von dort haben wir nach Abgabe unseres Fahrzeugs den Leih-Leiterwagen geholt und nach Preetz gebracht“, erklärt Lamp weiter.

 Das Leihexemplar entspreche mit seiner 30-Meter-Standarddrehleiter den Maßen und Möglichkeiten des Preetzer Feuerwehrautos. Weshalb ein Reservefahrzeug so wichtig ist, erläutert Wehrführer Lamp: „Der Leiterwagen ist immer das zweite Fahrzeug, das im Einsatz mit rausfährt.“ Zwar haben Plön und Raisdorf auch einen und würden im Notfall unterstützen, jedoch sei es für die akute Lebensrettung sowohl für Menschen, die etwa aus einem brennenden Haus gerettet werden müssten wie für die Einsatzkräfte, deren Rückweg beispielsweise nur noch durch ein Fenster möglich ist, immens wichtig, dieses Einsatzfahrzeug schnell verfügbar zu haben.

 „Insgesamt kostet die Inspektion 50000 Euro“, sagt Bürgermeister Wolfgang Schneider. Nach seiner Aussage habe die Stadt gute drei Wochen für die Wartung eingeplant. Für die Leihleiter würden in diesem Zeitraum 3500 Euro gezahlt.

 „Feuerwehrkollegen müssen unseren Wagen am Werk wieder abholen. Dort erfolgt die direkte Abnahme“, so Lamp weiter.

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Claudia Josefus-Szellas

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