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Nicht jedes Rad wird vermisst

Preetz Nicht jedes Rad wird vermisst

Durchschnittlich jeden zweiten Tag wird bei der Preetzer Polizei eine Anzeige wegen Fahrraddiebstahls aufgegeben. Im Juni gab es einen traurigen Klau-Rekord: 20 Mal wurden Drahtesel von ihren Besitzern als vermisst gemeldet. Zudem platzt die Aufbewahrungsgarage für Fundräder aus allen Nähten.

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Polizist Carsten Doose zeigt einen Teil der Fundräder, die in der Garage der Polizeistation lagern.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Schnell mit dem Fahrrad durch die Stadt gefahren, abstellen und anketten, man kommt zurück und weg ist das Gefährt. Laut Statistik geschieht das allein in Preetz 15 Mal im Monat. Viele gehen zur Polizei und erstatten Anzeige, viele sparen sich das. „Wir haben hier ständig Fundräder, deren Besitzer wir auch durch Abgleich unserer Fahrraddatenbank nicht ausfindig machen können“, berichtet Polizeihauptmeister Carsten Doose.

 Die Polizei kann nur ermitteln, wenn ein Diebstahl mit den gesamten Angaben und vor allem der Rahmennummer gemeldet wird. Räder jeder Art liegen im Fokus der Diebe, die mit dem Verkauf schnelles Geld machen wollen: Kinder- wie Erwachsenenräder als auch Pedelecs – Fahrräder, bei denen ein Elektromotor das Pedalieren etwas erleichtert. „Vor allem am Bahnhof und der näheren Umgebung schlagen die Täter zu,“ weiß Doose. Einige Pappenheimer haben die Polizisten durchaus im Visier. Neulich gelang den Beamten die Aufdeckung von zahlreichen Einzelteil-Diebstählen. „Sattel, Tachos, Abdeckungen alles Mögliche haben wir bei dem Mann gefunden“, berichtet Doose. Er fiel auf, weil er sich am Bahnhof an Rädern zu schaffen machte.

 Besonders leicht haben es die Diebe, wenn die Drahtesel nicht oder nur unzureichend abgeschlossen sind. „Unser Tipp ist ganz klar: lieber etwas mehr für ein anständiges und stabiles Schloss ausgeben und vor allem das Rad an fest montierte Ständer schließen“, sagt Doose. Alles, wo sich die Langfinger zu lange dran aufhalten müssten, wird unattraktiv.

 „Oftmals informieren uns Bürger, dass schon länger ein Rad herumsteht oder uns fallen diese auf Streife auf“, so Doose weiter. Die herrenlosen Fortbewegungsmittel kommen in die Polizeigarage – und die ist zurzeit nahezu überfüllt. „Etwa alle vier bis sechs Wochen geben wir die Räder an die Stadt. Streetworker Rüdiger Wiese bekommt sie und bei ihm werden sie aufgepeppt, um wiederum an Bedürftige abgegeben zu werden.“

 Jetzt ist die Garage wieder gefüllt und die Polizei ruft Bürger dazu auf, sich zu melden, um eventuell gestohlene Räder wieder zurück zu bekommen. Dafür bedarf es eines Beweises: „Wer einen Kaufbeleg, ein Bild, Rahmennummer oder besondere Merkmale seines Eigentums nachweisen kann, kann sein Rad direkt mitnehmen“, so Doose weiter. Ein halbes Jahr werden die Fundstücke aufbewahrt, dann wechseln sie den Besitzer. Die Polizeistation in Preetz ist unter Tel. 04342/10770 zu erreichen.

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Claudia Josefus-Szellas

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