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Polizei setzt massive Kontrollen fort

Preetz Polizei setzt massive Kontrollen fort

Im September griff ein 16-Jähriger auf dem Marktplatz in Preetz einen Polizeibeamten an, im Oktober wurde ein 19-jähriges Mädchen schwer im Gesicht verletzt. Seitdem zeigt die Polizei verstärkt Präsenz in der Innenstadt. 226 Personen wurden überprüft. Die Kontrollen sollen fortgesetzt werden.

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Mit einem Großaufgebot kontrolliert die Polizei Jugendgruppen auf dem Marktplatz in Preetz.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Bisher sei Preetz nicht auffällig in der Kriminalstatistik gewesen, meint Polizeidirektor Frank Matthiesen in einem Pressegespräch. Doch seit dem Sommer vergangenen Jahres falle eine Jugendgruppe durch Beleidigung, Bedrohung und Körperverletzung auf. Sechs Personen bildeten den harten Kern, insgesamt seien es rund 30 Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren, die sich regelmäßig in der Innenstadt treffen.

Schwere Gesichtsverletzungen

Am 20. Oktober habe man erstmals mehrere Streifenwagen in Preetz zusammenziehen müssen, nachdem eine Schlägerei auf dem Marktplatz gemeldet worden war, berichtet die Preetzer Stationsleiterin Tanja Müller-Brix. Zunächst sei die Lage unübersichtlich gewesen. Die Beamten hätten sechs Platzverweise ausgesprochen. An diesem Abend sei auch das Mädchen geschlagen worden. Die 19-Jährige musste mit schweren Gesichtsverletzungen in die Uni-Klinik transportiert werden. Ein Tatverdächtiger wurde bereits ermittelt.

Alkohol spielt große Rolle

Nach diesen Vorfällen sei eine Einsatzkonzeption unter der Zuständigkeit des Plöner Revierleiters Michael Martins entwickelt worden, erläutert Matthiesen. „Bis zu 30 Beamte sind pro Nacht im Einsatz.“ 226 Personen seien bisher durchsucht und die Personalien festgestellt worden. In keinem einzigen Fall sei dabei Zwang ausgeübt worden, widersprechen die Beamten ausdrücklich Gerüchten, die Polizei sei aggressiv oder gar gewalttätig vorgegangen. Insgesamt habe die Polizei 32 Platzverweise erteilt. Außerdem gab es sieben Anzeigen (Widerstand, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung und Körperverletzung). 16 Minderjährige seien alkoholisiert angetroffen worden – „wobei die Werte deutlich über einem Promille lagen“, erklärt Martins.

Polizei regt runden Tisch an

Die Polizei habe die Einrichtung eines runden Tisches unter Federführung der Stadt vorgeschlagen. Aber er bittet auch die Bürger um Mithilfe: Sie sollten schon bei kleinen Belästigungen den Polizeinotruf 110 wählen. 

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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