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Schafe wurden zu Tode gehetzt

Preetz Schafe wurden zu Tode gehetzt

Auf der Naturschutzbiotopfläche an der Wakendorfer Straße in Preetz hält Gernot van Hagen 60 Hausschafe. Sie gehören zu zwei Rassen, die vom Aussterben bedroht sind. Sieben verendeten jetzt elendig, nachdem sie vermutlich von Hunden über ihre Weide in einen Wassergraben getrieben worden waren.

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Gernot van Hagen mit den geretteten Schafen: Die beiden vorderen Schafe haben nicht überlebt.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. „Es war ein schrecklicher Anblick“, erinnert sich Gernot van Hagen, der seit über zehn Jahren die Schafe als Hobby züchtet. Es sind ostpreußische Skudden und rauhwollige pommersche Landschafe, die auf der Liste der gefährdeten Arten stehen. „Am Mittwochmittag rief mich die Polizei an und sagte, dass die Herde wild herumgerannt ist und Schafe in einem Wassergraben stecken.“ Ein Anwohner hatte die Beamten informiert.

 Als van Hagen, der die fünf Hektar große Fläche von der Stadt gepachtet hat, dort ankam, bot sich ihm ein fürchterlicher Anblick: „Elf Tiere waren im Graben versunken, teils übereinander.“ Nun begann der Versuch einer Rettungsaktion. Bis über die Hüfte stand er im Sumpf und zog die Schafe heraus. Sechs waren sofort tot, die anderen fünf brachte er auf seinen Hof in Kühren.

 „Hier haben wir sofort mit vier Erwachsenen und sechs Kindern die Schafe trocken gerubbelt“, sagt van Hagen. Zwei wurden geschoren, damit man die dicke, mit Wasser tief getränkte Wolle überhaupt entfernen konnte. Rotlichtlampen und Trocknen mit dem Fön, Traubenzucker, Vitamine, alles habe man versucht, aber: „Zwei weitere Tiere verendeten.“

 Die Frage ist: Warum ist die Herde so in Unruhe geraten? „Vor drei Wochen lag schon einmal ein totes Schaf morgens auf der Weide. Anwohner berichteten, dass zwei Hunde auf die Koppel gelassen worden waren, die sollen die Schafe gejagt haben, und so soll es dieses Mal auch gewesen sein“, so von Hagen. Neben der Tatsache, dass dem Besitzer ein Sachschaden beziehungsweise Tierwert in Höhe von etwa 1400 Euro entstanden ist, kommen noch Kosten für den Tierarzt und den Abdecker hinzu. „Darüber hinaus muss ich mit mindestens zwölf Fehlgeburten der trächtigen Schafe rechnen“, so van Hagen.

 Die Polizei hat den Vorfall aufgenommen und sucht nun Zeugen, um weitere Schritte einleiten zu können. Hinweise können unter Tel. 04342/10770 durchgegeben werden. Man kann sich auch direkt an den Schafzüchter unter Tel. 0159/03042832 wenden.

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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