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Schulnoten für neuen Fuhrpark

Preetz Schulnoten für neuen Fuhrpark

Sie räumen Schnee von Straßen, mähen Wiesen und Sportplatz und pflegen die Grünanlagen. Die Mitarbeiter des Kommunalbetriebs Preetz sind überall im Einsatz – allerdings oft in veralteten Fahrzeugen. Doch nun soll der Fuhrpark mit einer Prioritätenliste nach und nach erneuert werden.

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Besichtigung vor der Sitzung: Die Mitglieder des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau ließen sich auf dem Hof des Kommunalbetriebs in Preetz die Fahrzeuge und Geräte erklären.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Die Sitzung in einem Besprechungsraum des Kommunalbetriebs dauerte am Mittwochabend nur wenige Minuten, dann zogen sich die Mitglieder des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau wieder die Jacken an und folgten Kerstin Pagel nach draußen. Die Betriebsleiterin hatte dort die Fahrzeuge aufgereiht, die in den kommenden Jahren dringend ersetzt werden müssten. Zusammen mit Hinrich Vollertsen erklärte sie die Aufgaben und erläuterte die Mängel.

„Wir erwarten gute Arbeit vom Kommunalbetrieb, dann muss er auch gut ausgestattet sein“, erklärte Ausschussvorsitzender Norbert Maroses, als alle wieder im Warmen saßen. „Unser Ziel ist es, wie für die Feuerwehr eine Prioritätenliste für die nächsten Jahre aufzustellen, um uns die Diskussionen in jeder Haushaltsberatung zu ersparen“, kündigte er an. Kerstin Pagel fügte hinzu, dass die Liste nur die Großgeräte umfasse. Kleine Maschinen würden also weiterhin jährlich in den Haushaltsberatungen auftauchen.

Die Fahrzeuge habe man nach Abschreibung und vor allem nach ihrem Zustand bewertet, so Pagel. Die Verwaltung hatte dazu eine Liste erarbeitet, in der die Anschaffungskosten beziffert und Schulnoten vergeben wurden. Mit einer glatten Sechs fiel der Mannschaftswagen Doka Sprinter Baujahr 2002 (Neupreis 40000 Euro) durch, der als TÜV-untauglich beschrieben wurde, da er durchgerostet sei und Bremse, Kupplung und Reifen erneuert werden müssten. Die Note fünf erhielt der Holder. Das acht Jahre alte Fahrzeug sei im Dauereinsatz und habe 240000 Kilometer auf dem Buckel, erläuterte Pagel. Der defekte Fahrantrieb sorge für eine Unfallgefahr, dazu kämen ein ausgeschlagenes Knickgelenk, Ölverlust und poröse Hydraulikschläuche. Die Reparaturkosten mit 12000 Euro lohnten sich eigentlich nicht mehr. Der Neupreis liege bei 115000 Euro.

Pagel schlug vor, noch in diesem Jahr einen Großflächenmäher für rund 50000 Euro zu kaufen, um so den Holder zu entlasten und die Reparaturkosten zu sparen. Jörg Fröhlich stellte die Frage in den Raum, ob man den Holder nicht über eine Kreditfinanzierung anschaffen könnte. „Auch als Laie kann man erkennen, dass er dauerhaft im Einsatz ist“, sagte er. „Den Mitarbeitern des Kommunalbetriebs muss vernünftiges Gerät zur Verfügung gestellt werden.“ Auch Klaus Schöllhorn meinte, dass man zunächst die wichtigsten Geräte besorgen sollte und dann in den Folgejahren den Finanzbedarf „zurückschrauben“ könnte.

Bürgermeister Björn Demmin kündigte an, dass die Verwaltung die Kredit-Möglichkeit prüfen werde. Die Prioritätenliste wurde vom Ausschuss einstimmig abgesegnet.

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