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Straßenreinigung wirbelt Staub auf

Preetz Straßenreinigung wirbelt Staub auf

Eine Kehrwende – pardon, Kehrtwende – bahnt sich in Preetz bei der Straßenreinigung an. Nachdem seit Jahresbeginn nur noch halb so oft gereinigt wird, um die Gebühren zu senken, wird jetzt über eine Rückkehr zur alten Regelung nachgedacht. Ein Grund dafür ist auch ein Rechenfehler bei der Stadt Plön.

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Die Einsatzzeiten für die Straßenreinigung haben sich Anfang des Jahres geändert. Jetzt könnte die Stadt zur Ursprungsregelung zurückkehren.

Quelle: Archivfoto Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Aber von vorne: Es gab in Preetz Klagen über die angeblich zu teure Straßenreinigung – vor allem im Hinblick auf die Nachbarstadt Plön, die die gleiche Leistung wesentlich günstiger anbot. Über viele Monate wurde in den Gremien heftig diskutiert. Und letztendlich der Beschluss gefasst, die Straßen in den Außenbereichen nur noch alle vier und in der Innenstadt nur noch alle zwei Wochen vom Schmutz zu befreien.

 Doch dann stellte sich heraus, dass Plön falsch kalkuliert hatte. Und die Kosten konnten in Preetz nur knapp verringert werden, berichtete Bürgermeister Wolfgang Schneider im Ausschuss für Hoch- und Tiefbau. Die Kehrmaschine müsse wegen der größeren Schmutzmengen jetzt in kürzeren Intervallen den Lagerplatz anfahren und schaffe es so nicht, die Tagestour zu erledigen. „Die Stadt ist jetzt zwei Wochen lang schmutziger“, so Schneider. „Das heißt, wir haben eine schlechtere Leistung bei fast gleich hohen Beträgen.“ Und im Rathaus häuften sich die Beschwerden von Bürgern.

 Er schlug deshalb vor, die Neuregelung aufzuheben. „Wir haben den Beschluss von vornherein als Schildbürgerstreich bekämpft und sehen nun unsere Befürchtungen bestätigt“, erklärte BGP-Fraktionsvorsitzender Jörg Fröhlich. Das verstehe doch kein Bürger mehr, dass er für die kleine Einsparung den Dreck in Kauf nehmen müsse. „Wir sollten das schnellstmöglich korrigieren.“ Man habe natürlich immer den Vergleich mit Plön gesehen, gab Thomas Janßen (SPD) zu. Auch er würde es unterstützen, das so schnell wie möglich zurückzunehmen. „Wir haben uns damals alle enthalten, das ist doch eigentlich eine Lachnummer.“

 In diesem Fall müsste man neu kalkulieren und neue Bescheide verschicken, so Schneider. Ausschussvorsitzender Norbert Maroses regte an, in der nächsten Sitzung im Juni einen neuen Beschluss zu fassen und ihn dann erst für 2016 umzusetzen. Klaus Schöllhorn (FDP) und Henning von Schöning (Bündnis 90/Die Grünen) forderten trotzdem eine Kostenaufstellung und Erfahrungen aus anderen Kommunen. Doch da protestierte Martin Fietzek (CDU-/FWG-Fraktion): „Wir wissen dann doch immer noch nicht, wie zufrieden die Bürger dort sind.“ Maroses jedenfalls fand mit Blick auf Plön noch ein Lob für die Preetzer Rathausmitarbeiter: „Das zeigt, dass unsere Verwaltung gut gearbeitet hat.“

 Einstimmig wurde die Eilentscheidung des Bürgermeisters für den Kauf einer neuen Kehrmaschine gebilligt. Die Summe war bereits im Haushalt eingeplant. „Die alte Maschine hat einen so hohen Ölverlust, dass wir für die nächste Zeit einen kapitalen Schaden befürchtet hatten“, begründete Schneider sein Vorgehen.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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