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Unbekannte zündeln und randalieren

Förderschule Preetz Unbekannte zündeln und randalieren

Unbekannte Täter haben am Sonnabend in den späten Abendstunden Feuer in der Schule am Kührener Berg in Preetz gelegt und in den Räumen randaliert. Die Flammen in einem Therapiezimmer der Einrichtung waren aber bereits bei Eintreffen der Polizei erloschen. Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 120 000 Euro. Der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider spricht von einem „Anschlag“.

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Das Inventar im Raum der Sinne, in denen Wahrnehmungsübungen auf speziellen medizinischen Matten, Netzen, Liegen und Schaukeln erfolgen, wurde durch einen Schwelbrand vollständig zerstört.

Quelle: Dirk Schneider

Preetz. Gegen 22.50 Uhr riefen Passanten die Polizei, weil sie zerschlagene Fensterscheiben an dem Gebäude in der Kührener Straße bemerkt hatten. Den Beamten bot sich nach dem Eintreffen ein Bild der Zerstörung. Die Täter, die durch einen Nebeneingang kamen, hatten Waschbecken von der Wand geschlagen, Regale umgekippt, Türen und zahlreiche Fenster zerstört. Im Haus und in der Turnhalle versprühten sie den Inhalt von rund zehn Feuerlöschern. 

Die Polizisten fiel  zudem  Brandgeruch auf, der aus dem Therapiezimmer drang. Die vorsorglich alarmierten Feuerwehren Preetz, Raisdorf und Pohnsdorf fanden aber keine Glutnester mehr in dem „Raum der Sinne“ vor, der am schwersten von der Randale betroffen war. Hier stand unter anderem ein besonderes Wasserbett, auf dem die Kinder ihre körperliche Wahrnehmung schulten.  Das Spezialbett ist durch das Feuer nun zerstört.

Die Schule am Kührener Berg ist ein Einrichtung Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigungen und nennt sich Förderzentrum Geistige Entwicklung. Träger ist der Kreis Plön. Nach Angaben des Schulleiters Holger Kaack-Grothmann muss seine Einrichtung  wegen der Aufräumarbeiten vorerst für zwei Tage geschlossen bleiben. Vor allem die Beseitigung des Pulvers aus den Feuerlöschern, das auch in der Raumluft schwebt,  gestaltet sich aufwendig.

Der Preetzer Bürgermeister Wolfgang Schneider ist entsetzt über das Geschehen. Er geht  von einem gezielten „Anschlag“ auf die Einrichtung aus. Bereits im vergangenen Jahr brannte es zweimal im zweiten Förderzentrum in der Stadt, das vom Schulverband getragen wird. Damals gingen Papiercontainer in Flammen auf. In einem Fall entstand ein Sachschaden von 40 000 Euro.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

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Foto: An dem Förderzentrum entstand nach derzeitigen Schätzungen ein Sachschaden von bis zu 200.000 Euro.

Der Fall der verwüsteten Schule am Kührener Berg in Preetz scheint aufgeklärt. Fünf Tage nach der Tat ermittelte die Polizei zwei 15-Jährige, die für die Randale und die Brandstiftung in dem Gebäude verantwortlich sein sollen. Der angerichtete Schaden beläuft sich auf mittlerweile 200 000 Euro. Es könnte aber noch teurer werden.

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