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Unerwartete Einladung von Gauck

Preetz Unerwartete Einladung von Gauck

Am Donnerstag, 16. April, wird Miriam Kostrzewa 19 Jahre jung. Das schönste Geburtstagsgeschenk bekam die Preetzer Gymnasiastin schon vorweg per Post: die Einladung vom Bundespräsidenten Joachim Gauck zu einem Empfang im Juni.

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Freut sich auf den Besuch beim Bundespräsidenten: Miriam Kostrzewa.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. Für Miriam Kostrzewa ist „es ganz selbstverständlich, sich für andere zu engagieren“. Deshalb startete die Schülerin des Friedrich-Schiller-Gymnasiums das Projekt Deutsch Lernen für Flüchtlinge, das im Juni 2014 in Preetz anlief. „Wir haben bei Null angefangen, uns von den Lehrern und aus dem Internet Tipps geholt, wie man Deutsch unterrichtet“, erzählt die begeisterte Sportlerin, die bald ihre Abiturprüfungen macht. „Die erste Gruppe bestand aus zehn Serben“, erzählt sie.

 Ihr Engagement hatte sich schnell herumgesprochen und zwar nicht nur bei den Flüchtlingen. „Schülerinnen aus Eutin besuchten uns im Wasserturm zum Sprachunterricht, der immer sonnabends zwischen 11 und 12.30 Uhr stattfindet. Die haben das Konzept auch bei sich realisiert“, berichtet Miriam Kostrzewa. Zudem hat sie einen Vortrag bei der Landesschülervertretung über das Preetzer Projekt gehalten.

 Für ihren Einsatz wurde sie vom Preetzer Bürgervorsteher Hans-Jürgen Gärtner als mögliche Kandidatin für einen Besuch beim Bundespräsidenten Joachim Gauck vorgeschlagen. „Herr Gärtner hat mir Ende Februar gesagt, er benötige mal meine kompletten Daten. Vielleicht würde mich eine Überraschung erwarten“, erinnert sie sich. Als jetzt der Brief aus Berlin kam, da war die junge Frau, die Anfang Juli für ein Jahr als Au-pair nach Australien geht, doch überrascht.

 „Dass das nur mit dem Projekt zusammenhängen konnte, war klar. Aber die handgeschriebene Karte mit meinem Namen, die hat mich berührt.“ Stolz zeigt sie das Einlass-Ticket mit dem goldenen Bundesadler für das Schloss Bellevue, wo sie am Freitag, 5. Juni, ab 15 Uhr im Schlosspark zu den 200 jungen, engagierten Menschen aus ganz Deutschland gehört, die sich in „anerkennenswerter Weise für andere einsetzen“, wie es auf dem Einladungsschreiben steht.

 Die Planungen für die Veranstaltung laufen jetzt an. „Ich habe mir natürlich überlegt, was ich anziehe“, sagt die Schülerin. Entschieden habe sie sich noch nicht. Mit Mutter Claudia wird Miriam ein ganzes Berlin-Wochenende einlegen. „So lohnt sich der Weg“, sagt sie. „Ich mache mir keine großen Gedanken, will das einfach auf mich zukommen lassen.“ Sie freut sich besonders über den Besuch des Schlosses. „Sonst kennt man das Bellevue ja nur von einer Postkarte, jetzt darf ich da rein.“ Ein wenig Aufregung ist bei der 18-Jährigen trotzdem dabei: „Naja, es ist schon ein Unterschied, ob ich in Preetz bei Neeth auf dem Kaminabend von unserem Engagement berichte oder in Berlin im Schloss Bellevue.“ Auf was freut sie sich am meisten? „Andere engagierte Gleichgesinnte zu treffen und die Atmosphäre der Umgebung genießen zu können.“

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Ein Artikel von
Claudia Josefus-Szellas

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