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Viertelstundentakt nach Kiel?

Preetz Viertelstundentakt nach Kiel?

Widerstand lohnt sich. Dieses Gefühl machte sich am Mittwoch im Ausschuss für Hoch- und Tiefbau in Preetz breit. Nachdem Bürgermeister und Kommunalpolitiker aus der Region gegen eine Ausdünnung von Zwischenstopps auf der Bahnstrecke Kiel-Lübeck protestiert hatten, gab es für die Beteiligten nun aufmunternde Informationen.

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Entsteht bald ein weiteres Gleis in Preetz?

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Der Preetzer Verwaltungschef, Wolfgang Schneider, berichtete, dass in einem Gespräch mit Nah-SH das Gutachten zu den Ausbaufahrplänen der Strecke zwischen Kiel und Lübeck vorgestellt worden sei. Dabei seien verschiedene Fahrplanvarianten untersucht worden. Die Bahn will, wie berichtet, die Verbindung zwischen Kiel und Lübeck beschleunigen und dafür einen Zug pro Stunde durch mehrere Bahnhöfe im Kreis Plön durchrauschen lassen. Die Bürgermeister der betroffenen Orte kämpfen dagegen um den Erhalt des halbstündlichen Takts.

 Zurzeit dauert die Fahrt zwischen Kiel und Lübeck eine Stunde und acht Minuten. Mit dem sogenannten Referenzfahrplan 2018 würde diese Zeit auf 57 Minuten sinken. Allerdings wären Schwentinental und Preetz nur nach Kiel halbstündlich angebunden – in die andere Richtung nur noch stündlich. Laut Gutachten seien die An- und Abfahrtszeiten in Plön und Eutin für einen günstigen Anschluss an die Busverbindungen ungeeignet. Eine weitere Variante im Referenzfahrplan wäre, dass der Regionalexpress im Zwei-Stunden-Takt in Preetz hält. „Der Vorteil: Preetz wäre angebunden. Der Nachteil: Aber nur alle zwei Stunden“, fasste Schneider kurz zusammen.

 Außerdem wurden zwei Alternativen (Busche I und II nach dem verkehrspolitischen Sprecher der Landes-Grünen, Holger Busche) vorgestellt. Die erste unter dem Motto Halb für alle habe zwar eine große Nachfrage-Wirkung für mehr Fahrgäste, bringe aber nur eine geringe CO2-Ersparnis und einen erhöhten betrieblichen Aufwand.

 Doch Busche II („separate Takte“) ließ die Augen der Preetzer Kommunalpolitiker aufleuchten. Vorteile: halbstündliche Bedienung aller Zwischenhalte, günstige Lage der Zugkreuzungsstellen, gut geeignet für den Anschluss an die Busse und mit einem Pendelzug viertelstündlich an Kiel angeschlossen. Natürlich gibt es einen dicken Wermutstropfen: Es ist die teuerste Lösung. Denn statt der vorgesehenen sechs müssten acht Züge eingesetzt und ein zusätzliches Gleis in Preetz gebaut werden (grob geschätzte Kosten: eine Million Euro). Der Gutachter rechnet dafür allerdings mit rund 20 Prozent mehr Bahnkunden.

 „Die meisten Preetzer pendeln Richtung Kiel“, warb Henning von Schöning von den Grünen für Busche II. „Und der Pendelzug könnte auch im Ostseepark halten.“ Die Regionalisierungsmittel sollten nicht nur in den Hamburger Speckgürtel fließen, warb er um Fördermittel des Landes. Die Kommunalpolitiker sprachen sich deutlich für diese Variante aus. Ein entsprechender Beschluss soll für die nächste Sitzung vorbereitet werden.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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