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Volles Rohr auch für den Papst

Preetz Volles Rohr auch für den Papst

Ein Preetzer Betrieb hat dem deutschen Papst Benedikt XVI. Wasser gebracht. Und dazu eine Million Pilger, die im August 2005 zum Weltjugendtag der katholischen Kirche auf das Marienfeld in Köln strömten. An diesen Auftrag denkt Diplom-Ingenieur Jörg Schimmel als Inhaber der Firma Walter Fiedler gerne zurück. Jetzt feiert das Unternehmen sein 90-jähriges Bestehen.

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2002 hatte Jörg Schimmel die Firma Walter Fiedler übernommen.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. 2002 hat er das Unternehmen übernommen. Die Firma Fiedler hatte beim Deutschland-Besuch des Papstes die „maschinelle und rohrleitungstechnische Ausstattung übernommen“, erzählt Schimmel. Aber auch andere besondere Aufträge fallen ihm ein – wie zum Beispiel der Springbrunnen im Hiroshima-Park in Kiel. „Das ist ein interaktiver Brunnen: Der Besucher nimmt Einfluss, indem er ihn betritt“, erklärt er. Das Bauwerk sei zusammen mit dem dänischen Künstler Jeppe Hein entwickelt worden und habe sich zu einem Publikumsmagneten entwickelt.

 Im Juni 1925 hatten die Brüder Fiedler ihr Gewerbe angemeldet. „Sie zogen mit einem Pferdefuhrwerk über Land und bauten Brunnen“, so Schimmel. Viel mehr ist aus der früheren Geschichte kaum bekannt, „aber der Betrieb war nie abgemeldet“. Als Schimmel die Firma übernahm, waren dort etwas über 20 Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind es knapp 40. „Wir sind gut gewachsen in den vergangenen Jahren. Das zeigt, dass wir gut aufgestellt sind“, betont der Firmenchef.

 Im Laufe der Zeit hat sich das Tätigkeitsfeld vom einfachen Brunnenbau zu komplexen Anlagen entwickelt. Die Schwerpunkte liegen auf dem Bau von Pumpen und Kläranlagen, Wasserwerken, Brunnen und Wasseraufbereitungstechnik. Ihre Kunden seien zu 80 bis 90 Prozent Versorgungsunternehmen. Die Preetzer Firma hat aber als großes Projekt auch eine Ölschlammabscheideanlage auf Deutschlands größter Deponie im mecklenburgischen Schönberg errichtet. Und sie hat ein offizielles Zertifikat des Deutschen Vereins für Gas und Wasser (DVGW). Damit kann der Trinkwasser-Hygieniker beispielsweise bei einer Verkeimung auch Gutachten erstellen oder selbst Abhilfe schaffen.

 „Unsere Stärke liegt darin, dass wir von der Beratung über die Lösungsfindung bis zur Umsetzung alles aus einer Hand anbieten“, sagt Jörg Schimmel. „Unsere Kunden wissen das zu schätzen.“ Und so haben sich bereits rund 300 Gäste – Kreispräsident, Bürgermeister, Geschäftspartner und Mitarbeiter mit ihren Angehörigen – für die Jubiläumsfeier am Freitag angemeldet. Dort will Jörg Schimmel mit ihnen nicht nur den 90. Geburtstag groß feiern, sondern das auch gleich mit einem guten Zweck verbinden. Statt der üblichen Blumen und Geschenke bittet er um Spenden für den von zwei Jugendlichen durch Vandalismus und Brandstiftung zerstörten „Wunderraum“ in der Schule am Kührener Berg. Dies habe zu teilweise großen psychischen Belastungen der Schüler mit hohem Förderbedarf geführt. Mit der Spende möchte er dazu beitragen, dass die Schule „schnell und unbürokratisch“ Geld für fehlende Therapiegeräte ausgeben kann.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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