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Nahwärmenetz rückt näher

Preetz stellt Förderantrag Nahwärmenetz rückt näher

Die Machbarkeitsstudie für ein Nahwärmenetz auf der Glindskoppel und Wunderschen Koppel in Preetz ist noch nicht abgeschlossen. Trotzdem beschloss der Haupt- und Finanzausschuss, schon jetzt einen Antrag auf Förderung zu stellen. Hintergrund ist die kurze Frist, die am 30. Juni ausläuft.

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Die Biogasanlage auf Hof Hörnsee versorgt bald Preetzer Wohngebiete mit Wärme.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. Diplom-Ingenieur Hans Eimannsberger von der Projektlenkungsgruppe für die Machbarkeitsstudie betonte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses die Dringlichkeit. Erst vor Kurzem habe er von dem Förderprogramm erfahren, das immerhin einen Zuschuss von bis zu 80 Prozent für Modellprojekte verspreche. Die Projektskizze müsse dafür allerdings bis Ende des Monats eingereicht werden. Voraussetzung sei eine kommunale Beteiligung von mindestens 50,1 Prozent. Dazu stellte er ein mögliches Modell vor, wonach Preetz 49,9 und die Gemeinde Pohnsdorf 0,2 Prozent sowie ein privater Dritter 49,9 Prozent der Anteile halten könnten.

100 Prozent regenerative Energie

 Das zukunftsweisende Ziel sei es, das Quartier Glindskoppel/Wundersche Koppel zu 100 Prozent mit regenerativ erzeugter Wärme zu versorgen. Genutzt werden soll dafür die bisher ungenutzte Wärme der Biogasanlage auf Hof Hörnsee in der Gemeinde Pohnsdorf (direkt am Ostrand von Preetz) mit rund 2650 MWh/a. Geplant seien außerdem die Verbrennung von Holzhackschnitzeln und der Bau einer solarthermischen Anlage mit einem großen Erdbecken-Wärmespeicher. Die Investitionskosten schätzte Eimannsberger auf rund zehn Millionen Euro.

 Der Startschuss ist bereits gefallen: Im Mai freute sich Landwirt Detlev Blunk über den Spatenstich zum Nahwärmenetz. In einem ersten Schritt sollen zunächst die Gebäude auf dem Hof Hörnsee und weitere elf umliegende Wohnhäuser mit der Wärme aus der Biogasanlage versorgt werden. Weitere 80 Wohneinheiten in der Ostlandstraße sollen dazukommen. Mit der Solarthermieanlage und einer Holzhackschnitzelanlage könnten später das gesamte Wohnquartier sowie ein weiteres Gebiet mit Klinik, Haus am Klostergarten und Kloster versorgt werden.

Rückzug jederzeit möglich

 Die Kommunalpolitiker reagierten zunächst zurückhaltend. Vor allem die kommunale Beteiligung bereitete ihnen Sorgen. „Das sind unüberschaubare Risiken“, meinte Rüdiger Koch (CDU). Doch Einmannsberger betonte, dass die Stadt kein Risiko eingehe, weil sie den Antrag auf Förderung auch zurückziehen könne: „Wir haben jederzeit die Chance, die Bremse zu ziehen und zu sagen: Wir gehen raus.“

 Simon Bussenius (CDU) verwies auf die Chance, die in diesem Projekt liege. Und auch Jörg Fröhlich (BGP) wollte sich nicht verschließen. Der Ausschuss stimmte dann mit sechs Ja- Stimmen bei einer Nein-Stimme und einer Enthaltung dem Vorschlag von Bürgermeister Björn Demmin zu, den Antrag vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtvertretung, die am 12. Juli tagt, schon einmal einzureichen. Bis dahin haben die Fraktionen Zeit, das Thema ausführlich zu diskutieren.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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