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Purer Fruchtsaft aus der Presse

Preetzer Apfelvergnügen Purer Fruchtsaft aus der Presse

Trotz des regnerischen Wetters war der Marktplatz in Preetz am Sonntag gut besucht. Zum 2. Preetzer Apfelvergnügen lockten viele Stände die Besucher an. Umlagerter Mittelpunkt war aber eindeutig die Apfelpresse: Viele hatten Eimer voller Obst mitgebracht, um leckeren Saft mitzunehmen.

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Friedrich Hellmuth (links) und Friedhelm Schenck sortieren die angelieferten Äpfel vor.

Quelle: Silke Rönnau

Preetz. „Am Anfang war es noch ein bisschen lahm, aber jetzt läuft’s“, sagt Stadtgärtnermeister Stephan Jarmatz, der sich an der Apfelpresse wie die anderen Helfer – vorwiegend vom Verein Leben auf der Glindskoppel – freiwillig engagiert. Die angelieferten Äpfel werden in eine Schubkarre gekippt, von der sie in einen Waschbottich geworfen werden. Faule Exemplare werden gleich aussortiert. Danach werden sie klein geschnetzelt, um dann mit einer Kraft von 15 Tonnen zu Saft gepresst zu werden. So kommen rund 80 Prozent der Feuchtigkeit aus der Maische heraus. Die Reste werden gesammelt und später von einem Landwirt abgeholt.

 Hinter einem Topf mit dampfenden Apfelsaft steht Wolfgang Dörge aus Bellin (Gemeinde Lammershagen), der die Apfelpresse selbst gebaut hat – als Vorlage diente ein Prospekt mit einer abgebildeten Anlage. Der 69-Jährige betreibt die Presse als Hobby. „Der Saft wird auf 80 Grad erhitzt, darf aber nicht kochen“, erläutert er. Danach sei er mindestens zwei Jahre haltbar, angebrochen immer noch ein Vierteljahr. 100 Kilogramm Äpfel ergeben etwa 75 Liter Saft, sagt er und füllt den nächsten Beutel ab. „Da kommt kein Wasser dazu, das ist purer Fruchtsaft.“ Mit seiner Anlage kann er je nach Einstellung Kern- und Steinobst pressen. Am Sonntag, 16. Oktober, steht er von 9 bis 16 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus in Bellin.

 Auch Norbert Konietzko liefert wie schon im vergangenen Jahr zur Premiere einen Eimer ab – selbst gesammelt auf einer Streuobstwiese in Falkendorf. Friedhelm Schenck, der die Früchte vorsortiert, hat selbst drei Schubkarren voll aus dem eigenen Garten mitgebracht. „Mit 130 Jahren der älteste Obstgarten in Preetz“, erzählt er stolz.

 An den anderen Ständen werden Pflanzen oder Herbst-Deko angeboten. An einem Tisch leuchten bunt umhäkelte Fahrräder. Der Knüddelklub der Gemeindebegegnungsstätte in der Seniorenwohnanlage „Haus am Kirchsee“ war fleißig. Katrin Hinrichs hebt die Plane hoch, die die Handarbeiten vor dem Regen schützt. Darunter tauchen nicht nur Mützen und Handschuhe auf, sondern auch umhäkelte Fische und Vogelhäuschen. Ein Blickfang für den herbstlichen Garten.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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