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Anwohnern bleibt Baustelle erspart

Preetzer Mühlenstraße Anwohnern bleibt Baustelle erspart

Die Anwohner der Mühlenstraße in Preetz können erleichtert aufatmen: Der geplante Ausbau ist vom Tisch – und ihr Geldbeutel bleibt geschont. Die beschädigten Leitungen können auch repariert werden, ohne die gesamte Fahrbahn aufzureißen.

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Die Verkehrsinsel soll nach den jüngsten Planungen des Ausschusses jetzt weichen.

Quelle: Claudia Josefus-Szellas

Preetz. In der Sitzung des Ausschusses für Hoch- und Tiefbau erläuterte Bürgermeister Wolfgang Schneider in seiner Funktion als Vorsitzender des Abwasserzweckverbandes (AZV), dass man nach der ersten Inspektion der Rohre noch davon ausgegangen sei, dass sie komplett erneuert werden müssten. Jetzt seien sie noch einmal auf ihre Haltbarkeit geprüft worden. Dabei seien zwei stark beschädigte Stellen entdeckt worden, die „wir sofort im Rahmen der Gefahrenabwehr saniert haben“. Die restlichen Leitungen seien jedoch äußerlich in einem guten Zustand. So habe der AZV beschlossen, nur punktuell zu sanieren. Damit könne man das Pflaster an den betroffenen Stellen aufnehmen und nach den Arbeiten wieder einsetzen.

 Der Ausschuss hatte bereits seit Monaten über den Ausbau beraten und ein Bauprogramm beschlossen. Dafür waren auch Ingenieurkosten entstanden. „Das überrascht mich nun doch etwas“, reagierte denn auch der Ausschussvorsitzende Norbert Maroses (SPD) etwas verschnupft. „Mich auch“, gab Schneider zu. „Mir hat es nicht gefallen, dass man sofort gesagt hat, man müsste alles herausnehmen.“ So sei zu schnell die Frage diskutiert worden, ob man die ganze Straße aufreißen müsse. Der AZV solle künftig vorsichtig sein mit seinen Aussagen, betonte er. „Ich finde es richtig, dass wir die Reißleine ziehen: Wir wollen ja kein Geld verbuddeln, wenn es nicht unbedingt sein muss.“ Da es jetzt nur eine Sanierung und kein Ausbau sei, könnten die Kosten nicht auf die Bürger umgelegt werden.

 Klaus Schöllhorn (FDP) war auch erstaunt: „Wir wurden doch extra auf die Notwendigkeit hingewiesen.“ Henning von Schöning (Bündnis 90/Die Grünen) fragte, was denn nun mit den weiteren Plänen für die Radfahrer sei, wenn sich der Ausbau erledigt habe. Denn der Ausschuss hatte auch beschlossen, dass Radfahrer zukünftig die Einbahnstraße in beiden Richtungen nutzen dürfen. Dafür sollten die Parkplätze wegfallen. Die Kommunalpolitiker machten deutlich, dass sie an diesen Plänen festhalten wollen.

 Der Ausschuss muss nun in seiner nächsten Sitzung seinen Beschluss zum Bauprogramm aufheben. Beraten werden soll in diesem Zusammenhang auch über einen Vorschlag der Arbeitsgruppe Radverkehrskonzept, den verschwenkten Radweg an der Einmündung Mühlenstraße zu begradigen. Dafür soll die Verkehrsinsel zurückgebaut werden. Diese Idee stieß auf breite Zustimmung. Auch dafür werden keine Ausbaubeiträge fällig. Die Kosten von rund 30000 Euro trägt die Stadt. Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung einstimmig, bis zur nächsten Sitzung Lösungsvorschläge für die Umgestaltung der Mühlenstraßen-Einmündung vorzubereiten.

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Ein Artikel von
Silke Rönnau
Ostholsteiner Zeitung

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