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Kandidaten müssen in die Stichwahl

Preetz Kandidaten müssen in die Stichwahl

Wer neuer Bürgermeister der größten Stadt des Kreises Plön wird, entscheiden die Preetzer am 12. Juli. Björn Demmin und Jan Birk gehen dann in die Stichwahl.

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In Siegerlaune: Jan Birk (links) und Björn Demmin.

Quelle: Nadine Schättler

Preetz. Beide Kandidaten setzten sich deutlich gegen die drei anderen Bewerber durch und gaben sich danach siegessicher. „Ich habe für heute Sekt besorgt, weil ich davon ausgehe, dass es den Champagner am 12. Juli gibt“, sagte Birk. Demmin sprach von einem „schönen Etappenziel“, auf das er aber nur kurz mit seinen Unterstützern anstoßen wolle, weil die Konzentration jetzt der Stichwahl gelte. Er nannte es ein „hervorragendes Ergebnis“, dass mehr als jeder dritte Preetzer für ihn gestimmt habe.

Mit 37,14 Prozent lag Björn Demmin klar an erster Stelle vor Jan Birk mit 29,53 Prozent. Auf Thomas Wulff entfielen 13,9 Prozent der abgegebenen Stimmen, Matthias Diehl erhielt 11,24 Prozent und Martin Wolf 8,19 Prozent.

Als der noch amtierende Bürgermeister, Wolfgang Schneider, bereits um 19.10 Uhr das vorläufige Wahlergebnis verkündete, blieb es im überfüllten Ratsaal überraschend ruhig. Statt Beifall gab es lediglich einzelne Glückwünsche für Demmin und Birk sowie reges Interesse an den Ausdrucken des Wahlergebnisses, die Schneider verteilte. Ruhig blieb es vielleicht auch deshalb, weil sich dieses Ergebnis schon lange vorher abgezeichnet hatte. Vom ersten Wahlbezirk an lagen Demmin und Birk stets in Führung.

Als erstes war der Wahlbezirk drei nach nur 20 Minuten ausgezählt. Hier holte Demmin mehr als 38, Birk mehr als 31 Prozent der Stimmen. Zu diesem frühen Zeitpunkt war der Ratssaal zwar schon gut besucht, aber viele, darunter auch zwei der fünf Kandidaten, kamen erst später dazu. Während die drei am Ende ausgeschiedenen Bewerber ihre Chancen von Anfang an als eher gering einschätzten, waren Birk und Demmin beide davon überzeugt, am 12. Juli noch dabei zu sein. „Ich rechne jedenfalls damit, dass ich in die Stichwahl komme“, meinte Birk noch vor dem Ergebnis des ersten Wahlbezirks. Auch Demmin war zuversichtlich: „Das Finale kommt in zwei Wochen.“

Schneider freute sich besonders über die relativ hohe Wahlbeteiligung. Kurz vor 18 Uhr hatte er eine Wahlbeteiligung von knapp 50 Prozent prognostiziert, tatsächlich waren es schließlich 47,13 Prozent der rund 13 500 wahlberechtigten Preetzer, die ihre Stimme abgegeben hatten. „Das ist ein Super-Ergebnis“, meinte Schneider. Erwartet hatte er dies, weil sich im Wahlkampf ein sehr hohes Interesse der Bürger gezeigt habe. Die Bürger hätten gemerkt, welch eine große Bedeutung der Bürgermeister und die Verwaltung für sie hätten. Wie groß das Interesse an der Wahl war, merkten auch einige Wahlvorstände, die um 8 Uhr bereits vor der Tür der Wahllokale von den ersten Wählern erwartet wurden. Von den 991 verschickten Briefwahl-Unterlagen kamen 866 zurück.

Am Dienstag, 30. Juni, 18 Uhr, tagt der Gemeindewahlausschuss der Stadt im Ratssaal, um das Ergebnis der Bürgermeisterwahl dann offiziell festzustellen. Björn Demmin (41) und Jan Birk (57) werden beide am Sonntag, 12. Juli, in der Stichwahl antreten. Der parteilose Jan Birk leitet seit 25 Jahren das Umweltamt der Stadt Preetz. Der ebenfalls parteilose, aber von der SPD unterstützte Björn Demmin ist Pressesprecher des Kreises Plön und wohnt in Plön, hat aber angekündigt, im Fall seiner Wahl zum Bürgermeister sofort nach Preetz ziehen zu wollen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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