23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Preise für Einfamilienhäuser steigen

Kreis Plön Preise für Einfamilienhäuser steigen

Die Preise für Einfamilienhäuser im Kreis Plön erreichten im vergangenen Jahr ein Rekordniveau. Käufer zahlten im Durchschnitt 209000 Euro für ihr Traumhaus. Soviel wie in den letzten 20 Jahren nicht. Das geht aus dem jüngsten Grundstücksmarktbericht hervor, den der Gutachterausschuss des Kreises Plön vorlegte.

Voriger Artikel
Eltern gründen Initiative Pro Wilhelmine
Nächster Artikel
Eigene Klage im Abwasserstreit

Eine große Nachfrage trifft auf relativ wenige Angebote. Die Preise für Einfamilienhäuser und Baugrundstücke im Kreis Plön steigen.

Quelle: dpa

Plön. Zwei Gründe macht Ulrich Kempe, Leiter der Geschäftsstelle des Ausschusses, für die Entwicklung verantwortlich. Einer großen Nachfrage stünden nur relativ wenige Angebote gegenüber. Dies sei den niedrigen Zinsen geschuldet. „Was soll ich denn jetzt mit Bargeld anfangen?“ Diese Frage stellten sich viele Hausbesitzer, die vielleicht an einen Verkauf dächten, so Kempe. Zum anderen seien die Vorgaben zum Beispiel für die Wärmedämmung gestiegen und verteuerten Neubauten. Insgesamt wechselten 852 bebaute Grundstück im Kreis Plön im Wert von 233 Millionen Euro den Besitzer. Die höchsten Preise erzielten die Verkäufer in Hohwacht, Plön, Schwentinental, Mönkeberg, Heikendorf und Laboe. Dort macht das Wort Betongold seinem Namen alle Ehre.

 Ähnlich sieht die Entwicklung beim Bauland aus. Ein Quadratmeter kostete im vergangenen Jahr im Durchschnitt 113 Euro. Der Spitzenwert seit 1993. Die meisten Baugrundstücke wurden in Schönberg (33), Probsteierhagen (20) und Wankendorf (13) verkauft. Dort wachsen die Orte. 133 Baugrundstücke wurden insgesamt im Kreis Plön veräußert. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 272. Ähnlich wie bei den Häusern ist das Angebot damit zurückgegangen.

 Da die Nachfrage nach Häusern groß ist, kommen immer weniger in die Zwangsversteigerung. Sie finden bereits vor einem Gerichtstermin schon einen Abnehmer, weil akzeptable Preise zu erzielen waren. Denn ein Schnäppchen ist derzeit kaum noch zu machen. Nur 18 Häuser kamen im vergangenen Jahr unter den Hammer. Dabei zahlten die neuen Besitzer im Durchschnitt 85 Prozent des Verkehrswertes – dank der großen Nachfrage und zur Freude der Gläubiger. 2011 sah das noch ganz anders aus. 46 Häuser gingen damals in die Zwangsversteigerung. Wegen des großen Angebotes betrug die erlöste Summe durchschnittlich nur 61 Prozent des Verkehrswertes.

 Eine völlig andere Situation meldet der Gutachterausschuss bei gebrauchten Reihenhäusern und Eigentumswohnungen. Wer sich etwas aus den Bestand zulegte und keinen Neubau erwarb, der zahlte weniger als ein Jahr zuvor. Für eine gebrauchte Eigentumswohnung wurden pro Quadratmeter 1500 Euro fällig (minus 2,5 Prozent). Bei nicht mehr ganz neuen Reihenhäusern lag die Summe bei durchschnittlich 1400 Euro. Das waren 33 Euro weniger als noch vor einem Jahr.

 Die verschärften Bauauflagen schlugen hingegen bei neuen Eigentumswohnungen voll durch. Sie kosteten stolze 3170 Euro pro Quadratmeter. 19 Prozent mehr als noch 2014.

 Der dramatische Preisanstieg für landwirtschaftliche Flächen setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Der Trend begann bereits vor zehn Jahren und setzte Landwirte immer mehr unter Druck. Der Kaufpreis für einen Hektar Ackerland schnellte nun weiter hoch auf durchschnittlich 33000 Euro. Das bedeutet eine Verdreifachung der Preise seit 2005. Ähnlich die Entwicklung bei Grünland. Die Verkäufer verlangten durchschnittlich 18100 Euro pro Hektar. Eine Verdoppelung seit 2005.

 Der detaillierte Grundstücksmarktbericht umfasst 96 Seiten und kann bei der Geschäftsstelle als Broschüre oder PDF-Datei zum Preis von 40 Euro angefordert werden: Landesamt für Vermessung und Geoinformation, Kronshagener Weg 107, 24116 Kiel oder unter Tel. 0431/23763302.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Schekahn
Ostholsteiner Zeitung

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Plön 2/3