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Zweitklässler besuchen Plöner Schäferin

Prinzeninsel Zweitklässler besuchen Plöner Schäferin

Oma wurde gemolken, Wolle gefüttert und Fridoline bekam jede Menge Streicheleinheiten – der Besuch bei der Plöner Schäferin Leonie Sombrutzki auf der Prinzeninsel war gestern Ziel und Höhepunkt eines Wandertags, den die Zweitklässler der Rodomstorschule so schnell nicht vergessen werden.

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Oma hält still: Die Zweitklässler (Bild oben) der Plöner Rodomstorschule durften am ältesten Schaf auf der Prinzeninsel das Melken ausprobieren. Niclas, Tom und Finn (Bild unten, von links) befreiten gemeinsam mit Schäferin Leonie Sombrutzki das Schaf mit der Schere von der Winterwolle.

Quelle: Dirk Schneider

Plön. Nach der zünftigen Anreise auf dem Anhänger eines Traktors schlossen die 19 kleinen Besucher erst einmal eine intensive Bekanntschaft mit der mähenden Schafherde, deren Mitglieder auf so putzige Namen wie Oma, Pelz, Wolle, Locke oder Mütze hören. Um mit den gemütlich anmutenden Tieren warm zu werden, wurden erst einmal Möhren und anderes Gemüse verteilt, wobei der kleine besonders zutrauliche und freche Ziegenbock Waldemar auch schnell so manche Frühstücksdose der Kinder auf besondere Leckereien prüfte. Nach dieser kurzen Kennenlernphase verwandelte Leonie Sombrutzki die Weide in ein melkendes Klassenzimmer. Im Zentrum stand dabei mit Oma eines der älteren Schafe, das seine drei Lämmer in diesem Frühjahr leider aufgrund sehr unglücklicher Umstände verloren habe. Mit Omas Milch würde wiederum das Flaschen-Lamm Fridoline per Hand aufgezogen, erklärt die Schäferin. „Und jetzt wollen wir mal gemeinsam versuchen, das Schaf zu melken.“ Dafür müsse die Hand zunächst eine Zitze greifen. „Dann schließt ihr langsam von oben nach unten die Finger zu einer lockeren Faust und streicht mit ein wenig Druck die Milch aus dem Euter heraus.“ Während für einige Kinder schon das bloße Anfassen der Zitze zu einer Mutprobe wird, greift Mika beherzt zu und wenig später spritzt die weiße Flüssigkeit in den Messbecher.

„Das ist ganz weich und warm“, beschreibt er seinen Mitschülern das Gefühl. Das Verkosten fällt allerdings aus. „Bei Rohmilch sind wir ganz vorsichtig. Für den Genuss müsste sie erst pasteurisiert also erhitzt oder gefiltert werden“, betont Leonie Sombrutzki. Nach einer Visite bei den frisch gesetzten Lämmern einschließlich Fridoline folgt die nächste Mitmachaktion. „Pelz soll jetzt zum Schaffrisör und seine Wolle abgeben“, verrät Matthias Sombrutzki. Mit gekonntem Griff setzt er das wollige Schaf auf den Hintern und fixiert das Tier, während Leonie Sombrutzki den Bauch, die Flanken und andere schwerer zugängliche Stellen unter den neugierigen Blicken der Schüler rasiert. Beim Scheren des glatten Rückens dürfen die Kinder dann wieder aktiv helfen. „Die äußere Wolle ist etwas struppig und schmutzig. Darunter ist der Pelz viel dichter und richtig fettig“, berichtet Finn seinen Klassenkameraden Tom und Niclas, während er gemeinsam mit der Schäferin die Elektroschere vorsichtig kreisen lässt. „Dieses Wollfett nennt man Lanolin“, unterrichtet Leonie Sombrutzki die Kinder. „Das macht die Wolle wasserdicht und ist zugleich ein pflegender Schutz für die Haut.“ Dann erfahren die Kinder noch etwas über die Schaf- und Ziegenhaltung für den ökologischen Natur- und Landschaftschutz.

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