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Deich in gutem Zustand

Probstei Deich in gutem Zustand

Der Zustand des Deichs vor der Probstei ist gut, dennoch gab es eine ganze Reihe von Problemen, über die während der Deichschau diskutiert wurde – von Bauplänen über die Einrichtung von Spülfeldern bis zu nicht angeleinten Hunden.

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Lösung in Sicht: Wolfgang Jensen zeigt, was an der Schleuse Wendtorf getan werden soll.

Quelle: Thomas Christiansen

Stein/Stakendorf. Alle Jahre wieder rollt eine Autokolonne über den sonst gesperrten zwölf Kilometer langen Probsteier Landesschutzdeich zwischen Stein und Stakendorf – in diesem Jahr war sie jedoch deutlich kürzer, denn der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) bat erstmals darum, zur Deichschau die Autos stehen zu lassen und gemeinsam in Kleinbusse umzusteigen. Die fuhren dann zum Teil sogar fast leer, denn die Vertreter von Behörden, Rettungsdiensten, Verbänden und Gemeinden liefen manche Strecken zu Fuß ab.

 Um die Sandentnahme aus der Fahrrinne vor der Marina Wendtorf und die Sandvorspülungen an die Strände künftig noch besser zu regeln, sollen langfristig Spülfelder eingerichtet werden, erklärte Wolfgang Jensen vom LKN. Zwei der insgesamt 45 Buhnenfelder könnten zu Spülfeldern werden, in denen der Sand aus Wendtorf eingelagert wird.

 Sorgen bereitet dem LKN und dem Deich- und Entwässerungsverband weiterhin die Schleuse Wendtorf. „Wir sind dabei, in die Planung einzusteigen“, versicherte Jensen. Im kommenden Jahr soll ein Ingenieurbüro mit der Ausarbeitung von Varianten beauftragt werden. Statt das Deckwerk alle paar Jahre auszubessern sei eine langfristige Lösung ohne festes Deckwerk sinnvoller. Jensen hofft auf einen Baubeginn für das auf rund eine halbe Million Euro Kosten geschätzte Projekt im Jahr 2017.

 Der stellvertretende Bürgermeister von Wisch, Uwe Schabel, wies auf die Unfallgefahr auf dem Deich hin, weil der Weg stark zugewachsen ist. Hilfe vom Land wird es hier aber nicht geben. Jensen betonte, für die Deichkronenwege seien die Gemeinden zuständig. Er regte an, künftig statt auf Asphaltierung oder Platten auf wassergebundene Wege zu setzen, die weniger Unterhaltung benötigten.

 Mehr Aufmerksamkeit wünschte Jensen sich für die Zuwegungen zum Deich an der Schönberger Seebrücke: „Mit schwerem Gerät kommen wir hier nicht durch. Jensen bezeichnete die Situation als ungünstig und sah „Handlungsbedarf.“

 Den sahen sowohl Jensen wie auch Schafhalter Herbert Tietjen auch wegen der immer größer werdenden Zahl von Hunden auf dem Deich. „Wir appellieren an die Hundehalter, die Tiere an die Leine zu nehmen und nicht unkontrolliert über den Deich laufen zu lassen“, sagte Tietjen. Das LKN will an den Küsten von Nord- und Ostsee zusätzliche Schilder anbringen, die auf die Anleinpflicht hinweisen. Freilaufende Hunde würden immer wieder Schäden anrichten und Schafe verletzen.

 Beim letzten Stopp zeigte Frerk Jensen vom LKN im Schöpfwerk Stakendorf, was eine Boje rund sieben Kilometer vor der Küste gerade misst: „Wir haben eine Wellenhöhe von 0,7 Meter.“ Seit 2013 liegen vor der Probstei zwei Bojen, die regelmäßig Daten zur Wellenhöhe, zum Wellenprofil und zur Wellenrichtung senden und damit Datengrundlagen für die Vermessung liefern.

 Am Ende bescheinigte Jensen dem Deich einen guten Zustand. Es gebe aber einige Stellen, die nach dem Deichbau abgesackt seien: „Die müssen wir nach wie vor im Auge behalten.“

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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