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Freie Bahn für Hein Schönberg

Probstei Freie Bahn für Hein Schönberg

Nach der Einigung auf höhere Regionalisierungsmittel müssen für die Strecke Kiel-Schönberg „die Bremsen überall gelöst werden“, meint Stefan Hirt von Pro Bahn Probstei. „Hein Schönberg wird die Region voranbringen, nicht nur Schönberg, sondern die ganze Probstei“, sagt Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr.

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So wird es in Schönberg regelmäßig aussehen: Eine sichere Finanzierung der Bahnstrecke nach Kiel rückt näher.

Quelle: hfr

Schönberg. Wie mehrfach berichtet, hatte das Land die Kosten für die Sanierung der Bahnlinie schon lange eingeplant, doch nach der verweigerten Erhöhung der Regionalisierungsmittel des Bundes für den Nahverkehr sah es die jährlichen Betriebskosten nicht mehr als gedeckt an. Die Gegner der Reaktivierung waren deshalb bereits davon ausgegangen, dass das Projekt erledigt sei. Die Befürworter hatten dagegen immer wieder darauf hingewiesen, dass auch Wirtschaftsminister Reinhard Meyer erwartete, dass die Länder sich noch durchsetzen würden.

 Das ist nun in Berlin gelungen. Dennoch bleibt Meyer vorsichtig. Es gelte, zunächst das formale Verfahren im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat zu Ende zu bringen – der Minister hofft, dass dies im Oktober gelingt – und offene Fragen wie etwa nach den künftigen Stations- und Trassenpreisen der DB AG zu klären. „Dann wissen wir, welchen Verfügungsrahmen wir haben“, sagt Meyer. Danach könne ein klarer Plan aufgestellt werden.

 „Nun müssen die Planungen weitergehen und umgesetzt werden“, meint Stefan Hirt, Sprecher der im Frühjahr 2014 gegründeten Initiative Pro Bahn Probstei. Gewinner sei die gesamte Probstei. Die Ertüchtigung der Strecke sei eine sehr wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Anbindung an Kiel. Die guten Erfahrungen auf den Sonderfahrten zur Kieler Woche sowie zu Veranstaltungen wie dem Seebrückenfest und den Baltic Beach Days in Schönberg hätten gezeigt, dass die Bahn angenommen wird. Sehr wichtig sei die Bahn für den Tourismus in der Probstei.

 Das sieht auch die CDU in Schönberg so. Die Ortsverbandsvorsitzende Christine Nebendahl und der Fraktionsvorsitzende Peter Ehlers mahnen aber auch die Planung des Bahnhofsumfeldes an. An den Bahnhöfen in Schönberg und Schönberger Strand müsse nicht nur für Parkplätze, sondern auch Radunterstände, einen Kiosk und Toiletten gesorgt werden.

 Schönbergs Bürgermeister Dirk Osbahr, der die Einigung in Berlin sehr begrüßt und nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die Wohn- und Lebensqualität Vorteile sieht, bittet um Unterstützung des Landes für die Verbesserung der Infrastruktur um die Bahnhöfe herum.

 Die Kooperation aus SPD, Grünen und FWG im Plöner Kreistag begrüßt die Einigung in Berlin ebenfalls. „Damit ist der Weg für Hein Schönberg endlich frei“, meint Axel Hilker von den Grünen. Von einem „großen Erfolg“ spricht auch der SPD-Fraktionsvorsitzende, der Stoltenberger Bürgermeister Lutz Schlünsen: „Das Geld fließt endlich dahin, wo es die größten Umsteigeeffekte bewirkt.“ Bettina Hansen von der FWG fordert die CDU im Kreis auf, Bus- und Schienenverkehr nicht länger „gegeneinander auszuspielen“. Notwendig sei „ein vernünftiges Gesamtkonzept im Nahverkehr, das den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Menschen im ländlichen Raum gerecht wird“.

 Die in Passade wohnende SPD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malecha-Nissen begrüßt, dass es nun endlich Planungssicherheit für den öffentlichen Nahverkehr gebe. Sie fordert zudem, die von Bund und Ländern vereinbarte Begrenzung der Dynamik der Trassenpreise umgehend umzusetzen.

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Ein Artikel von
Thomas Christiansen
Ostholsteiner Zeitung

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