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20 Gemeinden haben das Wort

Schnelles Internet in der Probstei 20 Gemeinden haben das Wort

In den 20 Gemeinden der Probstei steht in diesen Wochen ein gemeinsames Thema auf der Tagesordnung, wenn die Ortspolitiker zu ihren Sitzungen zusammenkommen: die Breitbandversorgung mit der Gründung eines Zweckverbandes dafür. Amtsdirektor Sönke Körber und Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier stehen dazu Rede und Antwort.

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Amtsdirektor Sönke Körber (links) und Amtsvorsteher Wolf Mönkemeier markieren die ersten Gemeinden, die sich für die Beteiligung an der amtsweiten Breitbandversorgung entschieden haben.

Quelle: Astrid Schmidt

Schönberg. Wie berichtet, gibt es nach einem Interessenbekundungsverfahren das Angebot, Glasfaserkabel bis in jedes Haus zu legen. „Zu dieser Technik gibt es keine Alternative. Denn jede Entfernung, die per Kupferkabel überbrückt werden muss, bedeutet Einbußen in der Übertragungsrate“, so Körber weiter.

 Vorgesehen ist dafür die Gründung eines Breitbandzweckverbandes Probstei, der das Geschäft von der Ausschreibung bis zur späteren Verpachtung abwickeln kann. Dem Vertrag zur Gründung dieses Verbandes muss in jeder einzelnen Gemeinde zugestimmt werden. Bendfeld und Krummbek haben das bereits getan, in Stoltenberg ist dies am Donnerstag Thema.

 Im Zweckverband soll jede Gemeinde einen Sitz erhalten, einen Anteil am Stammkapital (insgesamt 35000 Euro) in Höhe von 2600 Euro zahlen und damit auch eine Stimme haben. Ausnahme sei Schönberg (zwei Sitze und zwei Stimmen, zahlt aber auch zwei Anteile.) Hinzu kommt eine Summe für die Vorleistungen (juristische, wirtschaftliche und technische Beratung) von rund 55000 Euro, sodass jede Gemeinde einheitlich rund 4200 Euro zahlen müsste.

 Die Frage, weshalb die Kostenverteilung je Gemeinde nicht nach der Einwohnerzahl oder der Finanzkraft berechnet wird, beantwortet Körber wirtschaftlich: Nach 25 Jahren sei die Investition bezahlt und es gehe ans Geldverdienen, und jede Gemeinde werde dann auch gleichermaßen am Gewinn beteiligt. Der werde durch die Verpachtung der dann abgezahlten Anlage entstehen.

 Insgesamt werde dieses Modell von den Gemeinden sehr positiv gesehen, doch die Materie sei sehr komplex, sodass häufig noch Informationsbedarf bestehe, meinte Körber. Ziel sei es, den Verband zum Herbst 2015 auf den Weg zu bringen. Gleichwohl arbeite das Amt parallel an der Ausschreibung. Auch hoffe man auf Unterstützung des Kreises Plön mit zusätzlichen Mitteln aus dem Finanzausgleich, wonach jährlich 617000 Euro für die Straßenerhaltung, den ÖPNV und den Breitbandausbau zur Verfügung gestellt würden, so Körber.

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